Snooker

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Perry und Ding ungeschlagen weiter

Joe Perry gegen Mark Selby und Ding Junhui gegen Ryan Day lauten die Halbfinalpaarungen beim Jiangsu Classic im chinesischen Nanjing. Ding und Perry haben dabei die Vorrunde ungeschlagen als Gruppensieger überstanden. Der Kampf um die zweite Position in beiden Gruppen bot dagegen viel Spannung.

Vor allem Ding überzeugte am zweiten Tag des Einladungsturnieres in seiner Heimat mit Klasse und Sportlichkeit. Vor seinem letzten Gruppenmatch gegen Peter Ebdon stand er nämlich schon als Gruppensieger fest. Sein ehemaliger Mentor dagegen benötigte unbedingt einen Sieg, um seine Halbfinalchance zu wahren.

Das Duell ging in einen entscheidenden dritten Frame. Dort schien zunächst alles für Ebdon zu sprechen, nachdem der mit 66:5 in Führung gegangen war; Ding brauchte schon Snooker. Doch der chinesische Superstar zwang Ebdon zu sieben Foulpunkten und gewann den Frame mit 68:66 auf die letzte Schwarze. Zuvor hatte Ding beim 2:0 über Selby mit 110 ein neues höchstes Break für dieses Turnier geschafft.

Nach der Niederlage von Ebdon kam es in der Gruppe 2 zu einem Duell zwischen Selby und Allister Carter um den zweiten Halbfinalplatz hinter Ding. Die beiden lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Im ersten Frame war Selby dank eines 62er-Breaks mit 67:0 in Führung gegangen. Carter lochte zwar drei der vier letzten roten mit schwarz, schaffte es aber nicht, Selby zum Foul auf die letzte rote zu zwingen. Dafür war der Captain im zweiten Frame voll auf der Höhe, als er mit Breaks von 52 und 72 Punkten ausglich. Im dritten Frame aber nutzte Selby seine erste Chance zu einer matchentscheidenden Serie von 72 Zählern.

Perry überragend

In Gruppe 1 lieferten sich Shaun Murphy und Ryan Day ein Finale um den zweiten Platz. Day erwischte dabei mit Breaks von 36 und 62 Punkten den besseren Start. Im zweiten Durchgang schien Murphy dann aber bei 58:0 dem Ausgleich schon ganz nahe zu sein. Day aber bewies Matchhärte. Auch mit Hilfe von zehn Foulpunkten gewann er den Frame noch mit 70:58 und löste damit das Ticket für die Vorschlussrunde.

Ungeschlagener Sieger der Gruppe 1 ist Joe Perry. Der löste das Halbfinalticket schon mit einem 2:0 über Murphy, nachdem er zu Beginn des zweiten Tages Liang Wenbo mit 2:1 geschlagen hatte. In seinem letzten Gruppenspiel verteidigte Perry dann mit 2:0 über Neil Robertson seine weiße Weste und schaffte dabei mit 81 Punkten auch sein höchstes Break des Tages.

quelle eurosport.de

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Liu Chuang bleibt auf der Maintour

Liu Chuang, der erst in dieser Woche 18 Jahre alt geworden ist, erhält die Wildcard der World Snooker Association und spielt daher auch 2008/09 auf der Profitour. Seine erste Saison als Profi hatte Liu als Nummer 79 der Weltrangliste beendet und damit die direkte Quali für die Tour verpasst.

Für Aufsehen hatte Liu Chuang gesorgt, als er fünf Qualifikationsmatches zur Weltmeisterschaft gewann und damit als vierter 17-jähriger erst das Ticket für einen Auftritt im Crucible Theatre von Sheffield löste. Dort hätte er in der ersten Hauptrunde Ronnie O'Sullivan schlagen müssen, um den direkten Verbleib auf der Tour zu schaffen. Der spätere Weltmeister setzte sich aber mit 10:5 durch. Im Anschluss an das Match hatte O'Sullivan seinen Gegner gelobt: Das ist einer der besten 17-jährigen, die ich jemals gesehen habe. Er braucht nur noch ein bisschen mehr Erfahrung und Matchpraxis. Liu Chuang lebt die Saison über in Sheffield und trainiert an der dortigen Snooker-Akademie.

Zu Saisonbeginn hatte Liu Chuang die Qualifikation für das Shanghai Masters aufgrund von Visa-Problemen nicht spielen können. Die Punkte aus diesem ersten von nur sieben Ranglisten-Turnieren fehlten ihm natürlich in der Endabrechnung. Liu Chuang hatte auch beim Jiangsu Classic mitgespielt und in der Gruppe zwei den vierten Platz belegt. Dabei hatte er Peter Ebdon mit 2:1 geschlagen und damit dem Ex-Weltmeister den Weg ins Halbfinale verbaut.

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Auftaktsiege für Einsle und Münstermann

Patrick Einsle und Lasse Münstermann sind mit Siegen die die Amateur-Europameisterschaft im polnischen Lubin gestartet. Während Münstermann beim 4:3 über den Polen Adam Stefanov Mühe hatte setzte sich Einsle souverän mit 4:1 gegen den Schweden Farhan Mirza durch.

Aber auch Patrick Einsle war zunächst einmal mit 0:1 in Rückstand geraten, schaffte dann aber mit einem guten Break von 79 Punkten den Ausgleich. Dann ließ der junge Deutsche, der demnächst wieder in England trainieren will, nichts mehr anbrennen. Schnell zog er auch 3:1 davon und brachte dann mit einer 94 den Sieg unter Dach und Fach.

Lasse Münstermann dagegen lieferte sich mit Adam Stefanov ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Pole war mit 1:0 in Führung gegangen, doch mit einer 98 glich Münstermann aus. Danach war es der Deutsche, der zwei Mal in Führung ging, doch beide Male zog Stefanov sofort wieder gleich. Im sechsten Frame hatte er erst im Endspiel auf die Farben den Entscheidungsframe erzwungen. Im letzten Durchgang aber behielt Münstermann die Nerven und biss sich mit 4:3 durch.

Bei den Senioren startete der Kieler Norman Caunter dagegen mit einer Niederlage. Er verlor gegen den Nordiren Michael McDonald mit 0:3. Caunter kam die ganze Partie über nicht mit dem schnellen Tisch und den engen Taschen zurecht. Natascha Niermann bei den Damen und Frank Schröder bei den Senioren, die beiden anderen deutschen Teilnehmer, greifen erst später ins EM-Geschehen ein. Das erste Century-Break der Titelkämpfe schaffte übrigens eine Frau: Reanne Evans, Damen-Weltmeisterin und Lebensgefährtin von Mark Allen, schaffte in ihrem ersten Match eine 105.

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Jiangsu Classic - Ding beim Heimspiel im Finale

Superstar Ding Junhui ist zu Hause angekommen: Der 21-jährige Chinese steht in seiner Heimatstadt Wuxi im Finale des Jiangsu Classic - Gegner wird Mark Selby sein. Ding brauchte im Halbfinale nicht einmal 50 Minuten, um Ryan Day mit 4:0 in die Flitterwochen zu schicken. Selby schlug Joe Perry 4:1.

Spielfreude und der unbändige Ehrgeiz, das Finale in seiner Heimatstadt zu bestreiten, waren Ding von der ersten Minute seines Halbfinales anzumerken. Day, der erst am letzten Samstag seine langjährige Lebensgefährtin Linsey geheiratet hatte, hatte dem nichts entgegenzusetzen. Mit einer 52 holte Ding Frame eins und baute seine Führung mit Breaks von 81 und 75 Punkten auf 3:0 aus. In Frame vier buchte er das Finalticket in meisterlichem Stil mit einer 108; Ding hat damit die drei bisher höchsten Centuries beim Jiangsu Classic gespielt.

Auch Mark Selby erreichte das Endspiel sicher. Der in der Vorrunde ungeschlagene Joe Perry konnte ihn nicht gefährden. Der erste Frame war noch ein fast 25 Minuten dauerndes Ringen, in dem Selby erst mit dem Lochen von grün bis blau die Führung eroberte. Dank einer 51 schaffte Perry aber sofort den Ausgleich. Danach aber hatte der WM-Halbfinalist sein Pulver verschossen; in den restlichen drei Frames bekam er nur noch 24 Punkte ab. Mit Breaks von 52, 74 und 81 Punkten machte Selby das Finale klar.

Am Samstag folgt nun ein Ruhetag beim Jiangsu Classic, an dem der gesamte Tross ins 100 Kilometer entfernte Wuxi umzieht, wo am Sonntag das Finale ausgetragen wird. Mit Ding Junhui und Mark Selby stehen die beiden Akteure im Endspiel, die fünf der bisher sieben Centuries bei diesem Turnier gespielt haben. Ding hat drei Mal dreistellig gepunktet, während Selby zwei Mal 100 oder mehr Punkte in Serie gemacht hat.

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Strafe für O'Sullivan

Für seine anzüglichen Bemerkungen bei der Pressekonferenz nach seiner Erstrunden-Niederlage bei den China Open im April ist Ronnie O'Sullivan bestraft worden, wie seine Management-Firma 110sport mitteilte. Der Weltmeister muss 3750 Pfund zahlen und ihm werden die 700 Punkte der China Open abgezogen.

Die Geldstrafe setzt sich aus den 2750 Pfund Preisgeld in Peking sowie 1000 Pfund zur Abdeckung der Verfahrenskosten zusammen.

Die 700 Ranglistenpunkte, die Ronnie O'Sullivan durch das Urteil verliert, ändern aber nichts an seiner Position in der Weltrangliste. Der Weltmeister geht weiterhin mit deutlichem Vorsprung als Nummer eins in die neue Saison. Ein Sprecher von 110sport ergänzte: "Ronnie bedauert, was geschehen ist und akzeptiert die Strafe. Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat, aber er wollte niemanden verletzen. Er freut sich jetzt auf den Fortgang seiner Karriere und will weiter demonstrieren, warum er von vielen als der beste Spieler der Welt gesehen wird."

Nach seiner 4:5-Niederlage gegen Marco Fu in der ersten Runde der China Open im April hatte O'Sullivan für Aufsehen gesorgt, als er während der Pressekonferenz mit einem Tischnachbarn anzügliche Bemerkungen austauschte. Durch das Übersetzen der Fragen und Antworten hatte sich die Pressekonferenz in die Länge gezogen. Ronnie O'Sullivan hatte dabei nicht bemerkt, dass Mikrofone und Kameras mitliefen und alles aufgezeichnet wurde. Am Tag darauf wurde das Video im Internet verbreitet. Sir Rodney Walker, der Chef der World Snooker Association, hatte sich daraufhin bei den Chinesen entschuldigt. Auch O'Sullivan hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls bei allen Beteiligten entschuldigt - seine Sponsoring- und Werbeverträge in China sind aber nicht beeinträchtigt.

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Heimsieg für Ding Junhui

Der Traum von Ding Junhui wurde wahr: In seiner Heimatstadt Wuxi gewann der 21-jährige Chinese das Jiangsu Classic mit 6:5 in einem packenden Finale über Mark Selby. Im letzten Frame stand Ding dabei das Glück zur Seite: Auf einen Fluke, einen Glückstreffer, machte er das entscheidende 61er-Break.

Zuvor hatte Mark Selby ein großes Comeback geschafft, nachdem er bei 2:5 und 0:44 schon beinahe geschlagen schien.

Das Finale nahm nur langsam Fahrt auf. Die ersten vier Frames waren gekennzeichnet von phasenweise hochklassigem taktischem Spiel. Höhere Breaks allerdings blieben aus. Beide zeigten viel Respekt voreinander, und beide neutralisierten sich mit ihren guten Safeties auch. Zweimal ging Mark Selby in Führung, doch beide Male schaffte Ding Junhui den sofortigen Ausgleich. Frame zwei gewann Ding dabei nach einer 33er-Clearance auf schwarz. Mit 2:2 gingen sie in die Pause.

Nach dem Midsession Interval intensivierte Ding Junhui seine Offensivbemühungen; er wollte sichtlich den Rhythmus beschleunigen. Trotz eines 59er-Breaks von Ding war es in Frame fünf aber wieder eine taktische Situation, die zu erstmaligen Führung von Ding führte: Aus einem Snooker heraus schaffte er es, einen entscheidenden Gegensnooker zu legen. Im sechsten Frame verschoss Ding Junhui allerdings nach zwei kleineren Breaks den Frameball.

"Kniefall" von Selby

Trotz des 0:63-Rückstandes schien Mark Selby eine gute Chance auf den Ausgleich zu haben, bevor er im Endspiel gelb verschoss und Ding so das 4:2 erlaubte. Seinen vierten Frame in Folge gewann Ding Junhui dann von hinten: Nach einem 42er-Break verstellte sich Mark Selby, der in dieser Phase auch viele Lochfehler hatte, bei 49:0. Ding antwortete mit einer 70er-Clearance zum 5:2.

Als Ding Junhui im nächsten Durchgang schon mit 44:0 führte schien der Sieg für ihn zum Greifen nahe. Doch im allerletzten Moment fand Mark Selby zu seiner Spielstärke zurück. Mit einer 64er-Clearance bis pink verkürzte er auf 3:5 und eine misslungener Anfangsball von Ding im nächsten Frame erlaubte dem Engländer eine 85 zum 4:5. Mit einer weiteren 74 erzwang er dann sogar in einem beeindruckenden Comeback den Entscheidungsframe.

In diesem elften Durchgang bekam Ding Junhui die erste Chance, doch nach 16 Punkten hatte er Pech beim Splitversuch und musste den Tisch verlassen. Als nächster kam Mark Selby ins Break, doch nach 52 Punkten hatte er die Stellung verloren und die Serie brach ab. Dann misslang Ding Junhui ein Safetyversuch komplett, doch es klapperte gewaltig auf dem Tisch und wie durch ein Wunder fiel eine rote.

Aus dieser unverhofften Chance machte Ding die entscheidende Serie von 61 Punkten, als er bis pink abräumte. Theatralisch fiel Mark Selby auf die Knie und gratulierte so einem überglücklichen Gewinner, der in den entscheidenden Situationen vor heimischem Publikum die Nerven behalten hat und eine tolle Leistung während des gesamten Jiangsu Classic mit dem Titelgewinn krönte.

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Münstermann und Einsle siegen weiter

Lasse Münstermann und Patrick Einsle siegen weiter bei der Gruppenphase der Amateur-Europameisterschaft im polnischen Lubin und behalten ihre weiße Westen. Münstermann bezwang sowohl den Tschechen Fang Hai als auch den Finnen Antti Tolvanen mit 4:0.

Mit drei Siegen aus drei Matches führt Münstermann nun gemeinsam mit dem belgischen Ex-Profi Yvan van Velthoven seine Gruppe an. Einsle gewann gegen den Ungarn Ede Dunai mit 4:2 sein zweites Gruppenmatch.

Münstermann zeigte sich nach seinen Erfolgen zufrieden: "Ich habe mich hier endlich frei gespielt, das tat gut." Sein eigenes Spiel beschrieb er als "locker und mit Gefühl". Breaks von 71 und 52 Punkten halfen ihm zu den klaren Erfolgen. Allerdings stellten die beiden Gegner auch keinen echten Prüfstein für den mehrfachen Deutschen Meister dar. Als "nicht sehr spannend und ziemlich unspektakulär" bezeichnete Einsle sein 4:2 über Dunai. Der Ungar war zunächst in Führung gegangen, doch nach einem 50er-Break in Frame drei lag der Deutsche mit 2:1 vorne. Zwar glich Dunai noch einmal aus, aber die letzten beiden Frames gingen wieder an den Deutschen.

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Münstermann nicht zu stoppen

Lasse Münstermann und Patrick Einsle halten bei der Amateur-EM im polnischen Lubin Kurs auf die Playoffs. Münstermann ist sogar alleiniger Tabellenführer in seiner Gruppe, nachdem er im Spitzenspiel den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen belgischen Ex-Profi Yvan van Velthoven mit 4:2 bezwang.

Einsle musste zwar mit 3:4 gegen den Iren Brendan O'Donoghue die erste Niederlage hinnehmen, bezwang aber anschließend den Letten Vilnis Mainulis mit 4:0.

Das Spitzenspiel zwischen Münstermann und van Velthoven war vom großen Respekt der beiden voreinander gekennzeichnet. So war das Match über weite Strecken taktisch geprägt. "Anstrengend" war der Kommentar von Münstermann im Anschluss. Nur einmal kam der Deutsche wirklich in die Bälle, schaffte aber prompt ein 61er-Break. Münstermann hatte den ersten Frame gewonnen, geriet dann aber mit 1:2 in Rückstand. Doch der für Berlin spielende Ratinger behielt die Ruhe und gewann die nächsten drei Frames in Folge. Den Sieg perfekt machte er in Frame sechs im Endspiel auf die Farben.

Niederlage im Entscheidungsframe

O'Donoghue blieb nach dem 4:3 über Einsle zwar als einziger in seiner Gruppe ungeschlagen, musste gegen den Deutschen aber seine ersten Frameverluste überhaupt hinnehmen. Auch in diesem Match gab es viele Safeties und kaum Breaks. Pech hatte Einsle in den ersten beiden Frames, die er jeweils auf schwarz verlor. Dann verkürzte Einsle zwar auf 1:2, doch der Ire zog wieder auf 3:1 davon. Einsle kämpfte sich zwar wieder heran und erzwang einen Entscheidungsframe, doch den gewann O'Donoghue klar.

In seinem zweiten Match des Tages machte Einsle mit 4:0 gegen den Letten Mainulis dann aber einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs. Die ersten beiden Frames gewann Einsle klar. Dann wurde es zwar knapper, den Sieg ließ sich der Deutsche aber nicht mehr nehmen. Frame drei gewann er auf schwarz, den vierten auf die Farben.

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Nur 45 Minuten für Einsle

Auch am vierten Spieltag der Amateur-Europameisterschaft blieben die deutschen Teilnehmer auf Kurs. Lasse Münstermann und Patrick Einsle gewannen jeweils ihre Matches ohne Frameverlust. Münstermann ist damit vorzeitig bereits für die K.o.-Runde der letzten 32 qualifiziert.

Für ihn geht es nun darum, sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu sichern.

Einsle spielte Blitz-Snooker: Nur 45 Minuten benötigte er, um den Litauer Tomas Granskas mit 4:0 zu schlagen. "Da kam nicht viel Gegenwehr", kommentierte er die Leistung seines Gegners. Alle Frames gingen klar an Einsle; Granskas machte insgesamt nur 59 Punkte. Für den Höhepunkt des Matches sorgte der Deutsche mit einem 80er-Break im letzten Frame.

Mit 4:0 gegen Peteris Stratzdins aus Lettland feierte Münstermann im fünften Match den fünften Sieg. In Frame eins hatte er mit einem Break von 89 Punkten die Weichen auf Sieg gestellt. Die Folgeframes dauerten zwar alle etwa 30 Minuten, aber der Deutsche setzte sich sicher durch. Nur mit höheren Breaks hatte es nicht mehr klappen wollen.

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Alle Deutschen weiter

Bei der Amateur-Europameisterschaft im polnischen Lublin haben alle deutschen Teilnehmer die K.o.-Runde erreicht. Neben Patrick Einsle und Lasse Münstermann überstand auch Natascha Niermann bei den Damen sowie Norman Caunter und Frank Schröder bei den Senioren die Vorrunde.

Auch der Schweizer Piotr Kruze erreichte bei den Senioren die Playoffs.

Einsle hatte am letzten Gruppenspieltag noch einmal voll aufgedreht. Mit einer Reihe von 50er- und 60er-Breaks sowie einer Serie von 92 Punkten schlug er sowohl den Niederländer Joeri Reisig als auch den Polen Mariusz Sikorski jeweils mit 4:0 und belegte in seiner Gruppe Platz zwei. In der Runde der letzten 32 hat er jetzt mit dem Franzosen Jean Pierre Auzias eine lösbare Aufgabe. Im Achtelfinale würde dann aber mit dem walisischen Ex-Profi Darren Morgan vermutlich ein ganz dicker Brocken warten.

Rückschlag für Münstermann

Für Münstermann war der letzte Tag der Vorrunde ein Tag zum Vergessen. Der bis dahin Ungeschlagene agierte unsicher, erlaubte sich Stellungsfehler und verschoss viele Bälle. Mit einem 1:4 gegen den Schotten Ian Wells und einem 3:4 gegen den Polen Krzysztof Wrobel rutschte er in seiner Gruppe noch auf Platz drei ab. In den Playoffs trifft er nun auf den belgischen Ex-Europameister und langjährigen Profi Bjorn Haneveer.

Niermann hat es im Achtelfinale mit der Russin Anna Mazhirna zu tun. Schwere Aufgaben haben die Deutschen in der Ü40-Klasse: Frank Schröder hat mit dem Engländer Alan Trigg den Europameister von 2004 erwischt, während Norman Caunter in der Runde der letzten 32 auf den Waliser John Terry trifft. Piotr Kruze spielt gegen den Iren Stephen Merrigan.

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Einsle verspielt 3:0-Führung

Ab dem Viertelfinale sind die deutschen Teilnehmer bei der Amateur-Europameisterschaft im polnischen Lublin nur noch Zuschauer. Sowohl Patrick Einsle mit 3:5 gegen Darren Morgan als auch Lasse Münstermann mit 2:5 gegen Lee Page mussten im Achtelfinale die Segel streichen.

Auich Natascha Niermann bei den Damen sowie Norman Caunter und der Schweizer Dean Thomas bei den Senioren schieden im Achtelfinale aus.

Die besten Chancen hatte noch Einsle gehabt. Gegen den früheren walisischen Top-Profi Morgan, der im Vorjahr die Senioren-EM gewonnen hatte, führte er bereits mit 3:0 und lag auch im vierten Frame mit 60 Punkten bei nur noch 59 Zählern auf dem Tisch vorne. Druckvoll, konsequent und lochsicher hatte er sich in dieser Phase präsentiert. Doch dann verschoss er eine machbare rote auf die Mitte, und dieser Fehler brachte das Match zum Kippen.

Der ehemalige WM-Halbfinalist Morgan war nun voll da und verkürzte auf 1:3. Nun lief das Spiel des Walisers. Er nutzte seine Chancen konsequent aus und schaffte konstante Breaks, während sich bei Einsle mehr und mehr Fehler einschlichen. Eine verspätete Korrektur des Spielstandes auf der Anzeigetafel in Frame sechs verunsicherte den Deutschen zusätzlich. Fünf Frames gewann Darren Morgan in Folge und zog so ins Viertelfinale ein.

"Nicht locker genug", lautete die selbstkritische Analyse von Münstermann nach seiner Niederlage gegen den Engländer Page. Der Deutsche zeigte zwar immer wieder sein Können, fand aber nie wirklich zu seinem Spiel. So konnte er den 21-jährigen weder durch hohe Breaks noch durch seine Safeties unter Druck setzen. Page in blendender Spiellaune nutzte das aus und holte sich den 5:2-Sieg.

Klare Niederlage für Caunter

Bei den Damen feierte Niermann mit dem Erreichen des Achtelfinales einen Erfolg. Dort allerdings wurde sie mit 3:1 von der Russin Anna Mazhirna gestoppt. Auch Caunter erreichte bei seinem ersten internationalen Einsatz bei den Senioren das Achtelfinale, verlor dort aber klar mit 0:4 gegen den Engländer Nick Pearce. In der Runde zuvor hatte Caunter eine kämpferische Glanzleistung gezeigt, als er gegen den Waliser John Terry nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewann. Frank Schröder war in der Runde der letzten 32 mit 1:3 am englischen Ex-Europameister Alan Trigg gescheitert.

Auch die beiden Teilnehmer aus der Schweiz hatten bei den Senioren die Playoffs erreicht. Thomas unterlag im Achtelfinale dem Waliser Philip Williams mit 2:4. Piotr Kruze war in der Runde der letzten 32 mit 1:3 gegen den Iren Stephen Merrigan ausgeschieden.

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Erfolge für Einsle und Münstermann

Patrick Einsle und Lasse Münstermann stehen bei der Amateur-EM im polnischen Lublin im Achtelfinale. In der ersten Playoff-Runde setzte sich Einsle mit 4:0 gegen den Franzosen Jean Pierre Auzias durch, während Münstermann seinen alten Erzrivalen Bjorn Haneveer aus Belgien mit 4:1 bezwang.

In der Runde der letzten 16 warten nun aber schwere Aufgaben auf die Deutschen. Einsle zeigte gegen Jean Pierre Auzias eine sehr gute und vor allem konstante Leistung. Regelmäßig spielte er 30er- und 40er-Breaks. Das Beste hatte Patrick Einsle sich aber bis zum Schluss aufbewahrt: Mit einer 103, seinem ersten Century bei der EM, machte er im vierten Frame den Sieg perfekt. Jetzt trifft Einsle mit Darren Morgan aber auf eine Snooker-Legende. Der Waliser war zwei Jahre lang die Nummer acht der Weltrangliste und stand 1994 im Crucible Theatre im WM-Halbfinale.

"So macht Snooker Spaß", bilanzierte Münstermann nach seinem Erfolg über Bjorn Haneveer. Der Belgier ist nicht nur Ex-Europameister, sondern hat auch viele Jahre lang erfolgreich auf der Profitour gespielt. Aber es war der Deutsche, der mental stärker war als der Routinier. Zu Beginn entwickelte sich noch ein harter Kampf. Die Führung von Münstermann egalisierte Haneveer umgehend.

Nachdem Münstermann Frame drei von hinten kommend auf pink gewann, war der Belgier dann aber zusehens gefrustet. Mit einer 28er-Clearance bis grün baute der Deutsche seine Führung auf 3:1 aus. Im fünften Frame brachte Haneveer schon beim Anstoß die roten auseinander und erlaubte Lasse Münstermann, ruhig und konstant Frame und Match nach Hause zu bringen. Münstermann trifft nun auf den Engländer Lee Page, der im Vorjahr noch auf der Profitour gespielt hat.

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David Grace neuer Europameister

David Grace ist der neue Amateur-Europameister. In einem rein englischen Finale der Titelkämpfe besiegte er Craig Steadman mit 7:6 und holte sich damit neben dem Titel auch das Ticket für die Profitour.


Das Endspiel war ein ständiges Kopf-an-Kopf-Rennen. Nie hatte einer der Akteure mehr als einen Frame Vorsprung. Nach der ersten Session hatte es 3:3 gestanden. In der Folgezeit legte immer David Grace einen vor, doch Steadman schaffte jedes Mal den sofortigen Ausgleich und zwang seinen Kontrahenten so über die volle Distanz.

Bei den Damen setzte Reanne Evans ihre Siegesserie durch ein 5:3 über Emma Bonney fort. Die Lebensgefährtin von Profi Mark Allen hatte schon mit 1:3 hintengelegen, zeigte aber dann ihre Ausnahmeklasse. Auch der Senioren-Titel ging nach England: Alan Trigg, der in der ersten K.o.-Runde den Deutschen Frank Schröder ausgeschaltet hatte, wurde zum zweiten Mal nach 2004 Europameister. Er setzte sich im Endspiel mit 6:4 gegen den Nordiren Kieran McMahon durch.

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Die World Series bei Eurosport

Eurosport präsentiert in Zusammenarbeit mit Snooker-Legende John Higgins die neue World Series of Snooker. Los geht's am 21. Juni mit dem ersten Turnier in St. Helens auf der Kanalinsel Jersey. Hier finden Sie alle Infos rund um die Serie und den ersten Wettbewerb.

Spielplan

Samstag, 21.6. - Viertelfinale (best of 7):

12:15 Uhr: Mark Selby (ENG) - Rafal Jewtuch (POL)

14:30 Uhr: Ken Doherty (IRE) - Gary Britton (Jersey)

18:00 Uhr: Shaun Murphy (ENG) - Martyn Desperques (Guernsey)

20:30 Uhr: John Higgins (SCO) - Aaron Canavan (Jersey)

Sonntag, 22.6. - Halbfinale (best of 9):

12:15 Uhr: Sieger 1 - Sieger 2

15:00 Uhr: Sieger 3 - Sieger 4

19:30 Uhr: Finale (best of 11)

TV-Übertragungszeiten bei Eurosport:

Samstag 20:15 - 23:00 Uhr

Sonntag 20:45 - 23:00 Uhr

Die weiteren Termine in diesem Jahr:

12. + 13. Juli: Berlin (Tempodrom)

27. + 28. September: Moskau

25. + 26. Oktober: Warschau

Zum Abschluss findet vom 28. bis zum 30. November das Grand Final statt, bei dem der Gesamtsieger 70.000 Euro Preisgeld bekommt. Das Finale wird voraussichtlich in Deutschland stattfinden.

Die Spieler bei der World Series:

Stephen Maguire (SCO)

Shaun Murphy (ENG)

Mark Selby (ENG)

John Higgins (SCO)

Ding Junhui (CHN)

Graeme Dott (SCO)

Ken Doherty (IRE)

Steve Davis (ENG)

Format:

Bei jedem der ersten vier Turniere treffen vier dieser Profis auf vier Amateurspieler. Im Grand Final treffen alle acht Profis auf die acht besten Amateure.

Punkteschlüssel für die Rangliste der World Series:

Sieger: 5 Punkte

unterlegener Finalist: 3 Punkte

Halbfinalisten: 1 Punkt

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"Deutscher" Neuseeländer auf Maintour

Die World Snooker Association bestätigte die Nominierung von Chris McBreen für die Maintour.

Ein Spieler des SSC Fürth spielt in der neuen Saison auf der Maintour: Die World Snooker Association bestätigte die Nominierung von Chris McBreen. Allerdings: Der Neu-Profi hat einen neuseeländischen Pass. Gewonnen hat er sein Tourticket bei der Ozeanien-Meisterschaft, wo er das Finale erreichte.


Das Endspiel verlor er zwar mit 4:6 gegen Glen Wilkinson, aber der 50-jährige Sieger wollte die Einladung zur Profitour nicht akzeptieren und überließ den Platz Chris McBreen.

In Deutschland lebt der 35-jährige McBreen erst seit August 2007. Nach Europa gekommen ist er der Liebe wegen. Seine Frau ist eine Deutsche und Gymnasiallehrerin, die gerade eine neue Stelle in Fürth antritt. Kennengelernt hatten sich die beiden während eines Neuseeland-Urlaubs seiner jetzigen Frau. Da die beiden aber nicht auf Dauer eine Beziehung über eine Distanz von mehreren tausend Kilometern führen wollten verließ McBreen seine Heimat.

Die Maintour ist für Chris McBreen kein neues Terrain. Schon 2001 hatte er die Ozeanien-Playoffs gewonnen und spielte in der Saison 2001/2002 auf der Profitour. Die Voraussetzungen damals waren allerdings nicht optimal. "Ich hatte keinen Sponsor und auch meine Familie konnte mich nicht unterstützen", erinnert er sich. "Deshalb musste ich mich in London mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und konnte nie trainieren." Erfolge waren damit natürlich nicht zu feiern, so dass er nach einem Jahr als Nummer 121 der Rangliste wieder aus der Tour herausfiel.

Das Konto der Familie hat sich aber erholt: "Meine Familie unterstützt mich, so dass ich mich ganz auf meinen Job als Vollzeitprofi konzentrieren kann." Um für McBreen beste Voraussetzungen zu schaffen hat der SSC Fürth eigens einen Snookertisch mit Steelblock-Banden angeschafft. "Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ideale Trainingsmöglichkeiten", freut sich McBreen. So wird er auch in Fürth bleiben und lediglich für die Turniere nach Großbritannien fliegen. In seiner Zielsetzung bleibt er aber realistisch: "Alle, die neu auf die Tour kommen, haben nur das Ziel, ihren Platz dort zu verteidigen; das wird schwer genug. Alles andere wäre vermessen."

Im Vergleich zu den meisten Spitzenspielern ist Chris McBreen ein Spätstarter. Sein erstes Turnier hat er erst mit 18 Jahren gespielt. Und da musste er sogar noch schummeln: "In Neuseeland stehen die Snookertische in Social Clubs. Da darf man erst mit 20 Jahren rein. Deshalb musste ich mich ein bisschen älter machen."

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Higgins erster World Series Sieger

Das erste Turnier der neuen World Series of Snooker hat Initiator und Mit-Veranstalter John Higgins gleich selber gewonnen. Im Finale auf Jersey schlug er Mark Selby mit 6:3. Eine fulminante Steigerung zum Ende der Partie verhalt dem "Wizard of Wishaw" zum Sieg.


Lokalmatador Gary Britton und Shaun Murphy hatten im Halbfinale jeweils mit 2:5 gegen Mark Selby beziehungsweise John Higgins den Kürzeren gezogen. Allerdings war da das Ergebnis jeweils ein bisschen zu hoch ausgefallen.

Im Finale hatte sich John Higgins mit Breaks von 56 und 93 Punkten die ersten beiden Frames geholt. Mark Selby konnte froh sein, mit Breaks von 72 und 44 Zählern bis zur Pause den Ausgleich geschafft zu haben. Die ersten beiden Frames nach dem Midsession Interval teilten sie sich dann, aber ab Frame sieben schaltete John Higgins den Turbo zu. Mit Breaks von 72 und 104 Punkten, dem zweiten Century des Turniers, zog er auf 5:3 davon.

Auch im neunten Frame legte John Higgins erst einmal eine 69er-Serie vor. Mark Selby brauchte schon Snooker und schaffte es nicht, John Higgins in ein Foul zu treiben. Der Schotte brauchte zwar eine Reihe von Anläufen, um die letztendlich entscheidende letzte Rote zu lochen, ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen.

Higgins setzte sich gegen Murphy durch

Der zweite Turniertag war besonders hart für John Higgins, der nach seinem 5:2 im Halbfinale über Shaun Murphy nicht einmal eine Stunde Pause bis zum Endspiel hatte. In einer langwierigen und von beiden zerfahren geführten Partie konnte John Higgins froh sein, zur Pause mit 4:0 zu führen. Nach Wiederbeginn deutete sich aber ein Comeback an, als Murphy die ersten beiden Frames gewann. Doch bevor der Druck zu groß wurde machte Higgins mit dem 5:2 alles klar.

Mark Selby hatte gegen den Amateur Gary Britton in der Vorschlussrunde sogar die ersten beiden Frames verloren. Doch dann wachte der Masters-Champion auf und holte fünf Durchgänge in Folge. Dabei schaffte er mit 105 auch das erste Century und das höchste Break des Turnieres.

Die zweite Station der World Series of Snooker wird am 12. und 13. Juli Berlin sein. Im Tempodrom treffen dann John Higgins, Stephen Maguire, Shaun Murphy und Graeme Dott auf vier deutsche Qualifikanten. Als Turnierdirektorin und Oberschiedsrichterin ist auch Michaela Tabb an der Spree dabei.

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Ken Doherty patzt bei World Series

Mit einer Riesenüberraschung begann das erste Turnier der neuen World Series of Snooker in Jersey: Der Darling of Dublin unterlag dem Lokalmatador Gary Britton mit 1:4.


Zwar hatte Ex-Weltmeister Doherty im zweiten Frame den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, aber in einem zerfahrenen Match fand er nie zu seinem Spiel. Gary Britton schaffte damit die Sensation und zog als einziger Amateur ins Halbfinale ein, wo er auf Mark Selby treffen wird.

Der Masters-Champion fand gegen den Polen Rafal Jewtuch auch zuerst schwer ins Spiel. Den ersten Frame holte er sich erst, nachdem er den polnischen Meister mehrfach auf gelb gesnookert hatte. Mit einem 54er-Break in Frame zwei spielte sich Selby dann aber frei. Jewtuch war durch die ganze Situation sichtlich beeindruckt und fand nie wirklich zu seinem Spiel. So konnte Mark Selby mit weiteren Breaks von 57, 41 und 42 Punkten ungefährdet einen 4:0-Sieg herausspielen.

Souveräner Sieg von Higgins

Mit 4:0 gewann auch John Higgins gegen Aaron Canavan, den Meister von Jersey. John Higgins, der die World Series ja erst initiert hat und mit zu den Veranstaltern gehört, konnte bei der Geburt seines neuen sportlichen Babys (elf Tage nach der Geburt seiner Tochter Claudia) seine Nervosität nicht ganz verbergen.

Murphy im Halbfinale

Im Safe-Spiel hielt Canavan sehr gut mit und brachte Higgins einige Male in arge Bedrängnis, doch das Lochspiel war die große Schwäche des Lokalmatadoren. So konnte er Higgins nicht gefährden und machte den Weg zum 4:0 für den Schotten frei.

Im Halbfinale trifft John Higgins nun auf Shaun Murphy. Der wirkte im ersten Frame gegen Martyn Desperques aus Guernsey etwas eingerostet und gestand denn auch nach dem Match: "Zu Beginn habe ich gespielt wie jemand, der länger am Strand gesessen hat. Und genau das habe meine Frau und ich ja auch im Urlaub gemacht."

Prompt gab er den ersten Frame ab. Im zweiten Frame fand er dann aber mit einem Break von 41 zu seinem Spiel. Als Desperques dann auch noch eine gute Chance ungenutzt ließ war der Weg für Murphy frei. Nach dem Ausgleich überließ er dem Amateur nur noch 26 Punkte. Mit Breaks von 53, 51 und einer 94 als Höhepunkt zum Schluss erreichte Murphy mit 4:1 die Runde der letzten vier.

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Kampfrolli
Fehlstart für deutsche Spieler

Unter keinem guten Stern steht das erste Turnier der PIOS-Serie im walisischen Prestatyn für die deutschen Starter. Bisher hat lediglich Itaro Santos die zweite Hauptrunde erreicht. Der frühere Deutsche Meister schlug in einem rein deutschen Duell den jungen Essener Ismail Türker mit 4:1.

Youngster Türker hatte den ersten Frame für sich entschieden, ehe Santos so richtig in Fahrt kam. Dann ließ der gebürtige Brasilianer nichts mehr anbrennen; nur Frame vier wurde auf die Farben entschieden. Mit 62:33, 54:13, 66:44 und 53:9 erreichte Santos die Runde der letzten 54, wo er auf Andrew Milliard treffen wird.

In einem hochklassigen Match verlor Patrick Einsle gegen den belgischen Ex-Profi Bjorn Haneveer mit 1:4. Haneveer, der bei der EM vor wenigen Wochen noch an Lasse Münstermann scheiterte, schickte Einsle schon in den ersten drei Frames auf die Verliererstraße. Mit Breaks von 68, 50 und 57 Punkten zog der Belgier auf 3:0 davon. Den umkämpften vierten Frame entschied Einsle dann zwar mit 66:54 für sich, doch im nächsten Durchgang machte die ehemalige Nummer 53 der Weltrangliste mit 63:20 alles klar.

Münstermann verzichtet auf PIOS-Serie

Lehrgeld musste der Bochumer Jens Wiederkehr bezahlen: Bei seinem PIOS-Debüt unterlag er in einem Duell zweier Junioren dem Engländer Nick Jennings mit 0:4. Für Sascha Lippe war sogar schon in der Vorrunde nach dem knappen 3:4 gegen Michael Rhodes Schluss. Damit kann lediglich der Ulmer Hans Blanckaert noch Itaro Santos folgen; der gebürtige Belgier trifft in der ersten Hauptrunde auf Ian Wells.

Yusuf Nawabi aus Hamburg musste aufgrund von Visa-Problemen seinen Start in die PIOS-Saison verschieben. Lasse Münstermann verzichtet in dieser Saison aus Zeit- und Geldgründen gar gänzlich auf einen Start bei der Qualifikationsserie für die Profitour; Münstermann rechnet sich bei Turnieren wie Welt- und Europameisterschaften bessere Chancen auf das begehrte Profiticket aus. Die PIOS-Serie besteht aus insgesamt acht Turnieren; die acht Ranglistenbesten am Saisonende haben den Sprung auf die Maintour geschafft.

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Kampfrolli
Santos und Blanckaert weiter

Ein gebürtiger Brasilianer und ein gebürtiger Belgier halten die deutschen Farben beim ersten PIOS-Turnier der neuen Saison aufrecht.

Ein gebürtiger Brasilianer und ein gebürtiger Belgier halten die deutschen Farben beim ersten PIOS-Turnier der neuen Saison im walisischen Prestatyn aufrecht: Itaro Santos steht dort in der Runde der letzten 32, während Hans Blanckaert die zweite Hauptrunde erreicht hat.


Während Santos mit 4:0 über den Ex-Profi Andrew Milliard seinen zweiten klaren Sieg feierte musste Blanckaert beim 4:3 über den englischen Nationalspieler Ian Ali einen Krimi überstehen.

Der frühere Deutsche Meister Itaro Santos bewies schon im ersten Frame gegen Milliard mit einem 53er-Break seine gute Form. Mit 60:27 baute er dann seine Führung sicher auf 2:0 aus, bevor er im dritten Frame ein weiteres 50er-Break folgen ließ. Alles klar machte Santos mit 66:40 im vierten Durchgang und trifft nun auf Noppadol Sangnil.

Blanckaert trifft auf Vatnani

Der in Ulm lebende Hans Blanckaert gab den ersten Frame gegen Ian Ali mit 59:60 auf die letzte Schwarze ab. Im Gegenzug schaffte der gebürtige Belgier aber den Ausgleich ebenfalls auf schwarz. Blaenckaert zog dann sogar auf 3:1 davon, doch Ali aus London kämpfte sich zurück ins Match und erzwang einen Entscheidungsframe. Den entschied aber Blanckaert mit 62:19 klar für sich. Sein Gegner in der Runde der letzten 64 ist Lucky Vatnani.

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