Leichtathletik

kevin
hier könnt ihr alles zum Thema Leichtathletik posten ;-)
kevin
Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (25) aus Kroatien ist am Sonntag beim 67. Internationalen Stadionfest (Istaf) in Berlin dabei. Die Hallen-Weltmeisterin von Valencia hat mit dem Saisoneinstieg von 2,03 m ihre Gold-Ambitionen für die Olympischen Spiele in Peking nachgewiesen und zählt zu den aussichtsreichen Jackpotanwärtern um eine Million Dollar (635 000 Euro).
kevin
Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler hat bei einem Meeting in Wiesbaden mit 74,11 Meter eine deutsche Jahresbestleistung aufgestellt. Die Frankfurterin verbesserte gestern ihre eigene Bestmarke im Olympia-Jahr um 1,20 Meter und verwies Sultana Frizell aus Kanada (69,7cool auf Platz zwei. Dritte wurde Kathrin Klaas aus Frankfurt, die 67,72 Meter erzielte.
kevin
"Das ist schon eine Bombe"
Ariane Friedrich hat beim Leichtathletik-Sportfest ISTAF in Berlin erstmals im Freien die Zwei-Meter-Marke im Hochsprung geknackt. Die Zuschauer sahen vier Jahresweltbestleistungen.


Ariane Friedrich weckt Hoffnungen für Peking. 31 Jahre nach dem ersten Zwei-Meter-Sprung von Rosemarie Ackermann weckte Friedrich damit am Sonntag (01.06.0cool Hoffnungen für die Olympischen Spiele in Peking. Die Frankfurterin, die diese Höhe auch schon in der Halle gemeistert hatte, belegte hinter Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien/2,03) Rang zwei. "Zwei Meter - das ist immer was Besonderes, das ist schon eine Bombe. Nie wieder wird ein Zwei-Meter-Sprung so schön sein, wie der erste es war. Ich fühle mich auf Wolke sieben", sagte Friedrich. Für Vlasic war es der 25. Sieg in Serie.


Ergebnisse vom ISTAF in Berlin
Vier Jahresweltbestleistungen ragten bei der Auftaktstation der Golden-League-Serie vor 67.167 Zuschauern heraus. Dabei sorgte Pamela Jelimo (Kenia) bei ihrem imponieren 800-Meter-Lauf mit dem Junioren-Weltrekord von 1:54,99 Minuten für einen Afrikarekord (bisher Maria Mutola/Mosambik/1:55,19) und die sechstbeste jemals gelaufene Zeit.

Für einen weiteren Bestwert sorgte Augustine Kiprono Choge (Kenia) über 1.500 Meter in 3:31,57 Minuten. Der WM-Zweite LaShawn Merritt (USA) steigerte über 400 Meter in 44,03 Sekunden seine eigene Saisonbestmarke und bezwang den sieggewohnten Weltmeister und Olympiasieger Jeremy Wariner (USA/44,07). Zum Abschluss verbesserte Moses Masai (Kenia) den 5.000-Meter-Saisonbestwert auf 12:50,55 Minuten.

Neben Wariner kassierten mit Weitsprung-Wunder Irving Saladino (Panama) als Siebter und Janeth Jepkosgei (Kenia/Dritte über 800 Meter) weitere Weltmeister bittere Niederlagen. Zum Auftakt hatte Lokalmatador Robert Harting im Diskuswerfen mit der persönlichen Bestleistung von 67,70 Meter den dritten Rang belegt. Der WM-Zweite, der sich im zweiten Durchgang um sieben Zentimeter steigerte, musste dem mit Asienrekord siegenden Iraner Ehsan Hadadi und Olympiasieger Virgilius Alekna (Litauen) den Vortritt lassen, die auf jeweils 69,12 Meter kamen. "Das war geil, dagegen war Osaka ein Dorfsportfest. Ich hätte gerne über 68 Meter geworfen", sagte der Berliner.


"Salto Nullo": Tim Lobinger Die anderen deutschen Athleten hielten sich trotz einiger Saisonbestwerte mit Spitzenplatzierungen vornehm zurück. "Verkackt ist verkackt. Eigentlich habe ich ein Niveau von 5,80 Metern, kann es aber im Moment nicht abrufen", ärgerte sich Stabhochspringer Tim Lobinger nach seinem "Salto Nullo" über die Anfangshöhe von 5,40 Metern.

Beim WM-Dritten Danny Ecker (Leverkusen) brach im zweiten Versuch über 5,70 Meter der Stab. "Meine erste Reaktion war, ich habe keine Lust mehr. Das ist mir schon seit zehn Jahren nicht mehr passiert", sagte der Leverkusener. Nach diesem Missgeschick meisterte er aber die Olympia-Norm bedeutende Höhe noch und wurde Vierter. Carsten Schlangen (Berlin) knackte als Zehnter in 3:34,99 Minuten über 1.500 Meter die Peking-Norm. Das gelang auch Hürdensprinterin Carolin Nytra (Bremen) als Sechster in 12,92 Sekunden.
kevin
Bolt läuft Weltrekord
Usain Bolt hat beim Leichtathletik-Meeting in New York für einen Weltrekord über die 100 Meter gesorgt. Der Jamaikaner sprintete im Icahn-Stadion von Randalls Island bei einem regulären Rückenwind von 1,7 Metern pro Sekunde auf 9,72 Sekunden und verbesserte somit die bisherige Bestmarke seines Landsmannes Asafa Powell vom 9. September 2007 um zwei Hundertstel.


Usain Bolt präsentiert seinen Rekord. "Dieser Rekord bedeutet mir nichts, wenn ich nicht auch Olympia-Gold gewinne", sagte er. Die jamaikanische Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown lief zudem bei den Frauen in 10,91 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit. "Ich wollte gar nicht Weltrekord laufen. Aber jetzt habe ich ihn und gut", gab sich Bolt nach seinem Super-Sprint beeindruckend unbeeindruckt.

Der 21-Jährige hatte auf Weltmeister Tyson Gay bis zur 50 Meter-Marke einen klaren Vorsprung herausgelaufen und hielt diesen bis ins Ziel. Gay wurde mit starken 9,85 Sekunden Zweiter. Im Vorjahr war der Amerikaner an gleicher Stelle noch auf 9,76 Sekunden gesprintet, was damals Weltrekord gewesen wäre. Ein zu starker Rückenwind verwehte jedoch die Bestmarke. "Er ist ein perfektes Rennen gelaufen, Hut ab", lobte der Weltmeister den neuen Weltrekordhalter. Der ließ sich mit einer jamaikanischen Flagge um die Schultern von seinen zahlreichen und lautstarken Landsleuten unter den rund 8000 Zuschauern feiern. "Ich wusste, dass viele Jamaikaner hier sein und mich unterstützen werden. Ich wollte ihnen nur das geben, worauf sie gewartet haben", so Bolt, dessen Rekord durchaus überraschend kam.

Denn die Bahn in der Arena war nach einem Gewitter nass, der Zeitplan musste wegen des starken Regens kurzfristig verschoben werden, das Rennen selbst begann mit einem Fehlstart und eigentlich wollte er den Lauf nur nutzen, um an seiner Schnelligkeit zu arbeiten. "Zum Glück war der erste Versuch sein Fehlstart, da kam ich überhaupt nicht aus den Blöcken. Ich wusste aber, wenn ich am Start schneller bin als Tyson Gay, gewinne ich."

Bolt ist mit seinen 1,96 Meter eigentlich zu groß für einen Sprinter. Er selbst sah seine Stärken in der Vergangenheit deshalb eher auf den 200 Metern, wo er im Vorjahr hinter Gay WM-Zweiter wurde, und auf den 400 Metern. Doch bereits am 3. Mai hatte er in Kingston mit 9,76 Sekunden für Aufsehen und die zweitschnellste je gelaufene Zeit gesorgt. "Ich bin schon öfter um die 9,9 Sekunden gelaufen und habe mich dabei immer gut gefühlt. Deshalb wusste ich, dass ich irgendwann mal den Weltrekord brechen kann", stellte der neue Star der Sprintszene klar, während seine Fans draußen im Stadion tanzten. Die Meeting-Organisatoren hatten dort nach dem Ende der Wettkämpfe ein Reggae-Konzert organisiert - ein rhythmisches Finale der jamaikanischen Rekordnacht im Big Apple.
kevin
Es ist noch nicht lange her, da hat Usain Bolt allen Ernstes behauptet: "Ich bin für die 100 Meter nicht geeignet." Der junge Mann aus Jamaika glaubte, er sei mit seinen 1,96 Metern Körpergröße einfach zu hünenhaft; er brauche zu lange, bis er richtig auf Touren komme. Deshalb hatte der 21-Jährige auch mit dem Gedanken gespielt, bei den Olympischen Spielen in Peking nur in der Staffel und über seine Spezialdisziplin, die 200 Meter, an den Start zu gehen. Doch zehn Wochen vor dem wichtigsten Sportereignis des Jahres plant Bolt um. Denn in New York rannte er die kurze Sprintdistanz so schnell wie kein Mensch vor ihm. In 9,72 Sekunden verbesserte er den Weltrekord seines Landsmannes Asafa Powell um 0,02 Sekunden. Es war sein fünfter ernsthafter Wettkampf über diese Distanz.


Schon am 3. Mai war Bolt bei einem Sportfest in Kingston (Jamaika) 9,76 Sekunden gelaufen und hatte da erstmals gemerkt, was in ihm steckt. "Danach war Usain nicht mehr zu halten", sagt sein Trainer Glen Mills über seinen Schützling, der schon im Alter von 16 Jahren einen Junioren-Weltrekord über 200 Meter aufgestellt hatte. Doch seine noch junge Karriere war auch von Rückschlägen gekennzeichnet. Mal verletzte er sich kurz vor dem Zieleinlauf, mal störte eine Bindehautentzündung, bei den Spielen in Athen stoppte ihn eine Formkrise. Doch in New York konnten ihn nicht einmal ein Gewitter und der Fehlstart eines Konkurrenten bremsen. Der Jamaikaner lief das Rennen seines Lebens, "das war vollkommen fehlerlos", staunte der geschlagene Weltmeister Tyson Gay aus den USA.

Aufgewachsen ist Bolt als eines von drei Kindern (er hat noch zwei Schwestern) in ärmlichen Verhältnissen in Trelawny, einem verschlafenen Nest im Norden des kleinen Karibikstaates. Bereits mit acht Jahren begann er mit regelmäßigem Training. Sein Antrieb: "Ich wollte immer der Schnellste sein." Er profitierte von dem guten Fördersystem in seinem Heimatland, wo Schulmeisterschaften in der Leichtathletik von 30 000 bis 40 000 Zuschauern bejubelt werden. Mit 16 Jahren war er der Star über 200 und 400 Meter im Trikot der William-Knibb-Schule. Damals gab man ihm den Spitznamen "Thunderbolt" - das heißt Blitzstrahl. Wie ein Blitz hat nun seine Bestzeit die Konkurrenz getroffen, und wer Usain Bolt in New York gesehen hat, der weiß: Dieser Mann kann noch schneller. Viel schneller, als er bis vor Kurzem selbst geglaubt hätte.

Aus der Berliner Morgenpost vom 2. Juni 2008
kevin
Brillant in Leistung und Auftreten: Pamela Jelimo begeistert beim Istaf


Am Morgen nach ihrem großartigen Lauf auf der blauen Bahn des Olympiastadions hätte Pamela Jelimo auch auf dem Laufsteg eine gute Figur abgegeben. Im schwarzen Hosenanzug und mit blütenweißer Bluse konnte man die Kenianerin eher für ein Model als für eine Läuferin halten. Ein Gegenentwurf zu ihren kleinen und zerbrechlich wirkenden Landsfrauen, die über die Mittel- und Langstrecken an den Start gehen.


Jelimo hatte am Sonntag beim Internationalen Stadionfest der Leichtathleten (Istaf) die überragende Leistung gezeigt. In fließendem Englisch erzählte die 18-Jährige nun gestern im Athletenhotel, dass sie ja eigentlich Sprinterin und überhaupt erst zum fünften Mal über 800 m gelaufen sei. Jelimo benötigte 1:54,99 Min. und stellte einen Junioren-Weltrekord auf. Seit elf Jahren ist keine Frau über diese Strecke schneller gelaufen als Jelimo, die gerade die Schule in Kenia beendet hat und nun an der Universität Medizin studieren will. Dennoch fehlen ihr noch 1,71 Sekunden zum Doping-umnebelten Weltrekord, der seit dem 26. Juli 1983 von der tschechischen Laufmaschine Jarmila Kratochvilova gehalten wird. Dies ist der älteste bestehende Weltrekord in der Leichtathletik.

Die eloquente, hübsche und schnelle Afrikanerin hat jedoch durch Leistung und Auftreten das Zeug, zu einer überragenden Figur der Leichtathletik zu werden. Entsprechend zufrieden war Gerhard Janetzky, der Istaf-Geschäftsführer, dass diese "Ausnahmeerscheinung" (Janetzky) das Istaf geschmückt hatte. Er weiß, dass die Leichtathletik neue Helden braucht.

Es geht um Attraktivität, Sponsorengelder und Fernsehzeiten. Ein Golden-League-Meeting sei "eine kommerzielle Sache", so Janetzky, wo viel Lob von Athleten und sogar vom Weltverbandspräsidenten Lamine Diack das eine, die Währung, die zählt, aber vor allem die Fernsehquote ist.

Zwar zeigte sich Janetzky mit der Quote für die Live-Übertragung in der ARD (erste Stunde 8,8 Prozent, zweite Stunde 10,1 Prozent) "sehr zufrieden", doch dürfte er etwas mehr erhofft haben. Hohe Quoten bedeuten starke Argumente dafür, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten auch künftig viel vom Istaf übertragen, lange Übertragungszeiten wiederum locken vermehrt Sponsoren an.

Überhaupt schwebt über dem Istaf ein Damoklesschwert. Im kommenden Winter wird der Weltverband IAAF über die Zukunft der Golden League ab 2010 entscheiden. "Dann werden wir wissen, wie es weitergeht." Janetzky ist sich nach dem Meeting in diesem Jahr zumindest sicher: "Wir haben unsere Leistung gebracht." Auch dank Pamela Jelimo.

Aus der Berliner Morgenpost vom 3. Juni 2008
kevin
Andre Niklaus gibt sich kämpferisch: "Ich werde noch zulegen und den Jungs Feuer machen können. Die anderen können es jetzt lockerer angehen, aber vielleicht wird diese Lockerheit zum Genickbruch." Der Berliner Zehnkämpfer von der LG Nike sagt das mit Blick auf die Olympia-Qualifikation der Zehnkämpfer für die Olympischen Spiele in Peking im August, die am 21./22. Juni in Ratingen auf dem Programm steht. Wer gewinnt, hat das Ticket nach China sicher, die zwei anderen Plätze gehen an die beiden Besten aller Mehrkampf-Meetings, Normerfüllung (8050 Punkte) vorausgesetzt.

Wobei Niklaus, der WM-Fünfte und Hallen-Weltmeister im Siebenkampf von 2006, nun stark unter Druck steht: Denn am Sonntag in Götzis verzichtete der 26-Jährige nach neun Disziplinen auf den abschließenden 1500-m-Lauf, während drei deutsche Konkurrenten vor ihm lagen. "Das Rennen ist aber noch völlig offen", meint Zehnkampf-Chef Klaus Marek, "Andre kann noch zurückschlagen."

Aus der Berliner Morgenpost vom 3. Juni 2008
kevin
Der ehemalige Weltmeister Eric Walther (5364 Punkte) aus Berlin belegte bei den Welttitelkämpfen in Budapest nur Rang 22, Sascha Vetter (Berlin/494cool kam nach einem völlig missglückten Ritt auf den vorletzten Platz (35.). Die Goldmedaille errang der Russe Ilia Frolow (5796).
Kampfrolli
Spionage via Fernsehen

Deutschland ist Stabhochspringerland - und große Ereignisse werfen ihre großen Schatten voraus. In unserer Serie berichten vier deutsche Top-Athleten über ihren Weg zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking: 6-Meter-Überflieger Danny Ecker, Enfant terrible Lars Börgeling, Underdog Björn Otto und Newcomer Fabian Schulze. Im letzten Teil blickt Fabian Schulze nach seiner Nicht-Nominierung über den olympischen Tellerrand hinaus.

Ich bin definitiv raus aus dem Rennen um die Tickets nach Peking. Nominiert sind die drei Erstplatzierten der Deutschen Meisterschaften: Tim Lobinger, Danny Ecker und Raphael Holzdeppe. Obwohl der DLV immer noch die Freiheit hat, sich für oder gegen einen Athleten zu entscheiden - die behalten sich das allerletzte Wort vor. Die Nominierungskriterien für die Olympischen Spiele sind ein wenig undurchschaubar. Wir Athleten würden uns da ein bisschen mehr Klarheit für die Wettkämpfe wünschen.

Für Peking mussten wir zweimal in der Saison 5,70 Meter springen. Ich bin bei den Deutschen Meisterschaften mit meiner Saisonbestleistung von 5,65 Meter eben nur" Fünfter geworden. Die Norm habe ich eindeutig nicht erfüllt. Das lag nicht nur an den Deutschen Meisterschaften, sondern auch an den Wettkämpfen davor. In Berlin beim ISTAF bin ich 5,60 Meter gesprungen und habe die große Chance verpasst, dort 5,70 Meter zu schaffen - wie auch bei anderen Wettkämpfen. Deshalb ging es bei den Deutschen Meisterschaften im Prinzip um nichts für mich. Zudem war ich ein wenig angeschlagen, weil ich eine Woche vorher krank war.

Der große Gegner der Zukunft

Den Hauch einer Hoffnung hätte ich nur noch gehabt, wenn ich Deutscher Meister geworden wäre. Dann hätte ich vielleicht noch einmal die Chance einer Leistungsüberprüfung bekommen, aber selbst das wäre als Deutscher Meister nicht sicher. Somit bin ich sehr zufrieden - auch wenn es für eine Olympia-Nominierung nicht gereicht hat. Die Enttäuschung darüber habe ich schon fast verarbeitet, weil es eigentlich schon seit einer Woche klar war, dass es für mich fast unmöglich ist, noch ein Ticket zu ziehen. Natürlich ist für mich ein Traum geplatzt, aber ich bin einer der jüngeren Athleten. Ich freue mich auf schöne Wettkämpfe in diesem Jahr und schaue jetzt schon in die Zukunft.

Die etablierten Springer wie Tim Lobinger, Danny Ecker, Lars Börgeling oder Richard Spiegelburg sind sicherlich nicht die Ältesten, aber die werden auch nicht ewig springen können. Raphael Holzdeppe wird auf jeden Fall der große Gegner in der Zukunft sein. Er ist der überraschende Newcomer - wir hatten noch nie einen so jungen guten Springer in Deutschland. Schon in der Hallensaison ist er überragend gesprungen, hat einen neuen Junioren-Weltrekord aufgestellt und draußen den Junioren-Weltrekord mit 5,80 Meter eingestellt. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten, wie konstant er springt und sich bei den hochkarätig besetzten Deutschen Meisterschaften durchsetzt.
Spionage via Fernsehübertragung

Mein Ziel sind nun die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Berlin. Olympia 2012 peile ich natürlich auch wieder an, aber der Fokus wird erst einmal auf die WM im eigenen Land gelegt. Die Olympischen Spiele in Peking werde ich mir auf jeden Fall im Fernsehen anschauen und werde das nicht nur auf die Leichtathletik beschränken. Ich kenne viele Athleten und Athletinnen aus anderen Sportarten und bin ein sportbegeisterter Mensch. Ich hoffe, dass in Peking alles sauber vonstatten geht. Nicht im Sinne von Doping - da bin ich überzeugt, dass die deutschen Athleten ohnehin ein reines Gewissen haben. Ich denke eher an Korrektheit in politischer Hinsicht und dass die Spiele von Anschlägen verschont bleiben. Diese Gefahr schwebt in unserer heutigen Zeit immer mit.

Der Stabhochsprung-Wettbewerb wird natürlich ganz besonders beäugt. Vielleicht kann ich von dem ein oder anderen Springer noch etwas lernen, z.B. einen Kniff in der Technik abschauen. Man sieht die Aufregung der Springer sogar im Fernsehen. Für mich ist es spannend, wie die Konkurrenz mit Gegenwind oder Durchlaufen umgeht. Ich wünsche Tim, Danny und Raphael natürlich alles Gute bei den Olympischen Spielen und freue mich für den deutschen Stabhochsprung, wenn dabei eine Medaille herausspringt.

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/ne.../08/schulze.jsp
Kampfrolli
Hammerwerfer Esser fährt nicht nach Peking

Die Olympischen Sommerspiele finden damit ohne den WM- Achten Esser statt. Der Leverkusener holte bei der 108. Leichtathletik-DM in Nürnberg zum Auftakt des zweiten Tages zwar seinen dritten Titel, verpasste mit 76,75 m aber erneut die Peking-Norm von 78,50.

Zuvor hatten sich im Bahngehen die 20-km-Olympiafünfte Melanie Seeger (Potsdam) über 5000 m in 21:22,70 Minuten und der ehemalige 20-km-WM-Vierte Andre Höhne (Berlin) über 10.000 m in 40: 22,68 den Titel gesichert. Die beiden vertreten Deutschland zusammen mit der Zweitplatzierten Sabine Zimmer (Wattenscheid/21:34,63) auch in Peking.

Achillessehnenriss bei Bianca Kappler

Hochspringer Eike Onnen (Hannover) hat seinen Olympia-Startplatz zwar sicher, doch mit zunehmenden Schmerzen im Fuß musste der DLV-Jahresbeste diesmal enttäuscht aufgeben. "Das war eine Vorsichtsmaßnahme, aber bis Olympia kann ich sicher den Fuß wieder so aufbauen, dass ich dort vernünftig springe", sagte Onnen. Der Titel ging mit 2,23 Metern erstmals an den Dresdner Raul Spank.

Schlimm erwischte es Weltklasse-Weitspringerin Bianca Kappler. Unmittelbar vor dem Wettkampf riss sich die WM-Fünfte von Osaka am Sonntag die Achillessehne; danach heulte die 30-Jährige aus Rehlingen auf dem Aufwärmplatz Rotz und Wasser.

Zum Weinen ist auch die Situation für Sprinter und Läufer. Nur ein Trio wird sich im Pekinger Nationalstadion auf den Distanzen zwischen 100 und 5.000 Metern verlieren: Sprint-Meister Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg), 1.500-Meter-Mann Carsten Schlangen (Berlin) und Hürden-Hoffnung Carolin Nytra (Bremen) haben bisher die Reifeprüfung für Olympia bestanden.

Schlangen fehlte allerdings am Sonntag wegen Magen-Darm-Problemen ebenso wie 10.000-Meter-Europameister Jan Fitschen: Wegen Sehnenproblemen in beiden Füßen erhält der Wattenscheider über 5.000 Meter wohl noch eine letzte Chance am 20. Juli in Heusden/Belgien.
Hingst, Reiberger und Spiegelburg nach Peking

Im Stabhochsprung setzte sich das Trio Carolin Hingst, Nastja Reiberger und Silke Spiegelburg im Kampf um die Olympiatickets durch. Die Mainzerin Hingst siegte mit 4,55 m vor der Ludwigshafenerin Reiberger und der Leverkusenerin Spiegelburg (beide 4,50). Im Vorfeld gab es vier Springerinnen mit komplett erfüllter Norm von 4,50 m. Aus diesem Quartett schied Kristina Gadschiew aus, die als Vierte nur 4,40 m schaffte.

Zu einem Kuriosum kam es im 800-Meter-Rennen der Frauen. Weil der Starter zu schnell schoss, wurde die elektronische Zeitmessanlage nicht aktiviert. Deshalb konnte allen acht Läuferinnen im Finale zwar ein Platz zugeordnet werden, aber keine Zeit. Neue deutsche Meisterin wurde Jana Hartmann von der LG Olympia Dortmund.

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/ne.../dm_sonntag.jsp
Kampfrolli
Gays Traum vom Dreifach-Gold geplatzt

Tyson Gays Traum vom dreifachen Olympiasieg ist bei den Trials der US-Leichtathleten auf schmerzhafte Weise geplatzt. Der dreimalige Weltmeister stürzte in seinem Viertelfinallauf in Eugene/US-Bundesstaat Oregon über 200 m und verpasste damit die Qualifikation.

Damit tritt der Sprintstar bei den Sommerspielen in Peking (08. bis 24.08.0cool wohl nur über die 100 m und in der 4x100-m-Staffel an. Eine Zerrung im linken Oberschenkel beendete die Hoffnungen des Weltmeisters, mit seinem Idol Jesse Owens gleichzuziehen und in Peking Olympia-Gold über 100 und 200 m zu gewinnen.
Vorzeitiges Ende nach 40 Metern

Den 20.000 Zuschauern im Hayward-Field von Eugene/Oregon stockte der Atem, als Gay nach knapp 40 Metern plötzlich zuckte, stürzte und sich mit beiden Händen an den Oberschenkel griff. "Ich habe beim Aufwärmen gemerkt, dass die Muskulatur etwas hart war. Deshalb hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Die ersten zwei Schritte in der Kurve waren noch gut, aber dann habe ich ein Ziehen gespürt. Erst als ich auf der Bahn lag, tat es nicht mehr so weh", beschrieb Gay den bislang schmerzhaftesten Moment seiner glanzvollen Karriere.

Erst am vergangenen Sonntag hatte der Dreifach-Weltmeister von Osaka im Hayward-Field die 100 m in weltweit noch nie erreichten 9,68 Sekunden gelaufen, allerdings mit Hilfe eines unzulässigen Rückenwindes. Diesmal hingegen landete er hart auf dem roten Untergrund: Da sich nur die drei Erstplatzierten der Trials für Olympia qualifizieren, hat Gay keine Chance mehr, in Peking über die 200 m anzutreten. Er sei zwar sehr enttäuscht, aber das seien halt Sachen, die einfach passieren, meinte der Sprintstar, der sich in den nächsten Tagen intensiv behandeln lassen will. Eine erste Untersuchung ergab bereits, dass keine tieferliegenden Muskelgruppen verletzt wurden. Somit ist sein Olympia-Start über die 100 m und in der 4 x 100 m-Staffel nicht in Gefahr.

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/ne...ay_ustrials.jsp
Kampfrolli
Stabhochsprung-Show in Nürnberg

Die Stabhochspringer sorgten mit ihrer Drei-Stunden-Show für Spannung, doch bis zur Halbzeit der deutschen Meisterschaften hatten die deutschen Leichtathleten in Nürnberg mehr nationale Masse als internationale Klasse geboten.

Ein Ehrengast kassierte in Nürnberg den größten Beifall der rund 14.500 Fans: Der fünfmalige Diskuswurf-Weltmeister Lars Riedel wurde drei Tage nach seinem Rücktritt nun auch offiziell vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) aus der Nationalmannschaft verabschiedet.

Richtung Peking verabschieden darf sich das Stabhochsprung-Trio Tim Lobinger (München), Danny Ecker (Leverkusen) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken). Sie zogen bei der Olympia-Lotterie "3 aus 7" die Glückslose. Als alles darauf ankam, war Altmeister Lobinger da: Um 18.09 Uhr glückte dem 35-Jährigen mit 5,75 Meter der Sprung nach Peking. Trotz Achillessehnen-Beschwerden landete der höhengleiche Ecker als entthronter Titelverteidiger auf dem zweiten Platz. Als Dritter mit einem Versuch mehr über 5,75 Meter hat auch der erst 18 Jahre alte Junioren-Weltrekordler Holzdeppe sein Olympia-Ticket in der Tasche.
Harting war der Chef im Diskus-Ring

Einer von Riedels "Erben", Vizeweltmeister Robert Harting (Berlin), war der Chef im Diskus-Ring: Mit 66,26 Metern setzte sich der selbst ernannte Olympia-Medaillenkandidat vor dem Wattenscheider Michael Möllenbeck durch, der mit 62,98 Metern die für Peking geforderte zweite Normerfüllung (64,50) erneut verpasste. Weitsprung-Sieger Sebastian Bayer (Bayer Leverkusen) durfte dagegen jubeln: Er bezwang mit 8,15 Metern nicht nur den Favoriten Nils Winter (Team Referenznetzwerk Leverkusen/8,0cool , sondern darf dank der zweiten Normerfüllung auf ein Olympia-Ticket hoffen.

Ein-Frau-Show von Ariane Friedrich

Ihre nächste Ein-Frau-Show lieferte Hochspringerin Ariane Friedrich, die beim Einspringen böse stürzte. "Ich hab mich da flach gelegt und auf einmal den Boden geküsst. Ich weiß immer noch nicht, warum", sagte die Frankfurterin nach dem Wettkampf mit schmerzverzerrtem Gesicht und kühlte sich ihre dicken Knie mit Eisbeuteln. Dennoch spielte sie mit der Konkurrenz: Mit einem weiteren Zwei-Meter-Sprung verfehlte Friedrich ihre Saisonbestleistung vom Europacup in Annecy nur um drei Zentimeter.

Erst im letzten Versuch verteidigte Speerwurf-Europarekordlerin Christina Obergföll (Offenburg) den Titel: Mit 62,18 Metern entriss sie der Olympia-Zweiten Steffi Nerius (Leverkusen/61,91) noch den schon sicher geglaubten Sieg. Ihren Titel über 100 Meter verteidigte Verena Sailer (Fürth/München) mit persönlicher Bestleistung (11,28 Sekunden); bei den Männern sprintete Tobias Unger (Kornwestheim-Ludwigsburg) in 10,20 Sekunden zum Sieg und erfüllte zum zweiten Mal die DLV-Norm.
Schultz sagt "dann mal Tschüss"

Trotz ihres vierten Titels in Serie war Nürnberg für Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler eine weitere Enttäuschung. "Schlechte Weite, schlechter Wettkampf. Ich bin mit viel Vorfreude und Optimismus hergekommen und konnte überhaupt nicht umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte", meinte die 24-Jährige von der LG Frankfurt/Main nach der ersten Entscheidung, die sie mit nur 68,64 Metern vor ihrer Vereinskollegin Andrea Bunjes (64,00) gewann.

Ex-Europameister Ingo Schultz verpasste das 400-Meter-Finale und damit seine letzte olympische Staffelchance klar. Der 32-Jährige von Bayer Leverkusen musste sich im Vorlauf mit schwachen 47,12 Sekunden und Platz 11 begnügen. Und die Medien mit seinem Kurzkommentar: "Ich sag' dann mal Tschüss."

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/news200807/05/dm.jsp
Kampfrolli
Schüler mit Stab will nach Peking

Beim Leichtathletik-Turnier "Weltklasse in Biberach" deklassierte der 18-Jährige Stabhochspringer Raphael Holzdeppe seine etablierten Mitstreiter. Jetzt will er auch ein Olympia-Ticket - doch das geht nur auf Kosten eines anderen.

Keiner hatte ihn auf der Rechnung, bis der Schüler vom LAZ Zweibrücken vor einer Woche in Biberach eine neue deutsche Jahresbestleistung aufstellte: Mit 5,80 Meter überflügelte er die Stabhochsprung-Prominenz. Plötzlich zählt Holzdeppe zu den deutschen Kandidaten für Peking. Zwei Mal hat er die Qualifikationsmarke von 5,70 Meter bereits geknackt. Bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Nürnberg muss er nun beweisen, dass er diese Leistungen konstant abrufen kann.
Viele Springer, wenige Tickets

Die Konkurrenz hofft natürlich auf etwas anderes. Mit Holzdeppe kämpfen insgesamt sieben Stabhochspringer um die drei Plätze im Olympiakader. Nicht einmal Stars wie Tim Lobinger und Lars Börgeling haben ihre Tickets schon sicher. Die Leistungen bei der Deutsche Meisterschaften sind nun entscheidend für eine Berufung. Der Druck für die Springer ist also groß. Bundestrainer Jörn Eberding setzt dabei auf Holzdeppe: "Er hat die besten Chancen auf ein Olympiaticket. Als Youngster hat Raphael ja auch nichts zu verlieren."

Mit seinen 18 Jahren hätte Holzdeppe bei der Deutschen Meisterschaft eigentlich in der Junioren-Gruppe starten müssen. Eberding wollte ihn aber unbedingt im regulären Wettkampf dabei haben: "Ich war sehr beeindruckt, wie Raphael bei der Junioren-Gala in Mannheim gesprungen ist. Und da die anderen deutschen Athleten momentan auch nicht mehr als 5,70 Meter springen, wollte ich mit seiner Teilnahme noch etwas Feuer in den Wettkampf bringen."
Zwischen Stab und Schule

Seit er zehn Jahre alt ist trainiert Raphael Holzdeppe für seinen sportlichen Erfolg. Sechs Tage in der Woche - immer nach der Schule. Zur Zeit besucht er die 12. Klasse des Gymnasiums. Im kommenden Frühjahr möchte er sein Abitur machen. Dank der Sommerferien hat Holzdeppe momentan genügend Zeit, um sich auf die Deutschen Meisterschaften vorzubereiten. Schließlich verfolgt er ein ehrgeiziges Ziel. Auf seiner Homepage erklärt er "Jetzt will ich nach Peking und werde in Nürnberg dafür alles geben." Der Bundestrainer will nach den Deutschen Meisterschaften bekannt geben, welche Springer er dem Deutschen Olympischen Sportbund für Peking empfiehlt.

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/ne...g_holzdeppe.jsp
Kampfrolli
Mit Leidenschaft durch die Krise

Es gibt Tage da läuft es einfach nicht. Das musste auch Sabrina Mockenhaupt in den vergangenen Wochen feststellen. Die Zeiten waren alles andere als glänzend. Ein Albtraum für jeden Läufer - vor allem kurz vor Olympia.

Die Olympia-Qualifikation für den Marathonlauf und die 10.000-m-Strecke auf der Bahn hatte "Mocki" längst in der Tasche. Doch ausgerechnet vor dem sportlichen Höhepunkt des Jahres - die Olympischen Spiele in Peking - steckte die 1,55 Meter kleine und 46 Kilogramm schwere Langstreckenläuferin in einer Krise.

Zurück zum alten Trainer

"Ich habe gemerkt, dass mir das viele Tempotraining absolut nicht gut bekommt. Meine Ausdauerwerte blieben auf der Strecke und durch das Pendeln zwischen dem Trainingsort Leverkusen und dem Siegerland, ist auch die Regeneration zu kurz gekommen. Ich musste die Reißleine ziehen, damit die Form bis Peking wieder stimmt", erzählt sie. Deutschlands beste Langstreckenläuferin griff zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Mitten in der Saison wechselte sie den Trainer. Nach nur einem halben Jahr kehrte sie Leverkusen und dem Erfolgstrainer Paul-Heinz Wellmann den Rücken. Den Lebensmittelpunkt verlegte sie kurzerhand wieder ins Siegerland.
Ruhe und Erholung in der Provinz

Zu Hause findet sie die nötige Ruhe und Unterstützung für die Vorbereitung. Mutter Hildegard kocht lecker und vor allem gesund. Vater Fred versucht, ihr so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Beide sind genauso laufbegeistert wie die Tochter. "Die wissen genau, wie viel Aufwand hinter der Vorbereitung steckt. Ich fühle mich hier einfach wohler und ich laufe wieder viel lockerer", erzählt sie. Die Formkurve für Qlympia steigt langsam an. Es läuft wieder rund. "Mocki" ist wieder ganz die Alte und die Worte mit der unverkennbaren Siegerländer Färbung sprudeln nur so aus der zierlichen Frau. Die 27-Jährige ist locker und redselig wie eh und je und genießt es sichtlich wieder bei Trainer Heinz Weber, Familie und Freunden zu sein.
Schnell an alte Zeiten anknüpfen

Ob im schrillen rosa Trikot wie beim Köln Marathon 2007 oder mit Schriftzug auf der Hose - "Mocki" fällt für gewöhnlich auf. Seit Jahren bekommen die Konkurrentinnen bei nationalen Meisterschaften sie nur von hinten zu Gesicht. Vier Mal holte sie sich bislang den deutschen Meistertitel über die 10.000-m-Distanz. Auf der halben Strecke war sie gleich sechs Mal erfolgreich. Bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg (5./6. Juli 200cool könnte Titel Nr. 7 über 5.000 Meter folgen. Was Deutschlands bester Langstreckenläuferin noch fehlt, sind internationale Erfolge. Früher stieg sie bei den Rennen gerne aus und schluchzte bei Rückschlägen tränenreich in die Kameras. Beim WM-Endlauf 2003 in Paris gar so heftig, dass Stefan Raab sich in seiner Fernsehshow wochenlang über sie amüsierte. "Ich habe mir ein dickeres Fell zugelegt und ich kümmere mich nicht mehr darum, was die Leute sagen. Ich will, das machen, was richtig für mich ist und ich habe gelernt nein zu sagen", sagt sie selbstbewusst und es scheint, als sei die Siegerländer Frohnatur erwachsen geworden.

Olympischer Marathon kein Thema

Sabrina Mockenhaupt lernte sich durchzubeißen, auch wenn es mal wehtut. Vor einem Jahr bei ihrer Marathon-Premiere in Köln kämpfte sie wie noch nie in ihrem Leben. Aufgeben kam ihr vor heimischer Kulisse zwar in den Sinn aber nicht in Frage. Das Aufrechtstehen fiel ihr nach dem Zieleinlauf sichtlich schwer. Als sie mit 2:29.32 Stunden die Ziellinie überquerte, erreicht die für den Kölner Marathon Verein startende Läuferin nicht nur den Sieg sondern knackte auf Anhieb die Olympianorm. Doch schon damals war klar, der Start beim olympischen Marathon in der chinesischen Hauptstadt ist nur eine Notoption.
Training im Flachland statt in der Höhe

Statt auf der Straße wird sie in Peking wieder auf der Bahn im Olympiastadion laufen. Zu groß ist der Respekt vor den klimatischen Bedingungen. "Die Wetterverhältnisse in Peking sind wegen der feuchten Hitze und des Smogs nicht so optimal. Deswegen habe ich mich schon früh entschieden die 10.000-m-Strecke bei Olympia zu laufen", sagt sie. Das Höhentraining im mondänen schweizerischen Nobelskiort St. Moritz sagte sie kurzerhand ab. Stattdessen läuft sie derzeit lieber durch die Wälder und über die Hügel im Siegerland. Damit sie richtig ins Schwitzen kommt, trägt sie trotz schwüler Witterung lange Hosen und eine dicke Laufjacke. "Es ist wichtig, dass ich mit der Hitze dort klarkomme. Die ist wie ein Schlag vor den Kopf. Die Bedingungen hier sind deshalb gerade optimal", erzählt sie. 160 Kilometer spult sie Woche für Woche im Training herunter und hofft, dass sie spätestens im August wieder an alte Zeiten anknüpfen kann.

quelle ard.de

http://www.wdr.de/themen/sport/leichtath...upt/index.jhtml
Kampfrolli
"Man muss da einfach durch"

Irinia Mikitenko ist die beste deutsche Marathonläuferin. Im April hat sie den London-Marathon in neuer deutscher Rekordzeit (2:24,14) gewonnen. Im Interview spricht die zweifache Mutter über ihren Alltag, ihre Ziele für Peking, ihre Zeit in Kasachstan und den besten Kaffee, den sie je getrunken hat.

Frau Mikitenko, wissen Sie eigentlich, dass Ihre Siegerzeit von London auch in Athen 2004 zu Gold über die Marathonstrecke gereicht hätte?

Mikitenko: Ach, die Zeit. Einen solchen Lauf kann man mit einem Rennen bei Olympischen Spielen nicht vergleichen.

Wie schnell muss man denn in Peking laufen, um vorne mit dabei zu sein?

Mikitenko: Ich glaube, es wird nicht schneller als 2:30 Stunden. Die Bedingungen dort sind sehr schwer. Es ist heiß und auch die Feuchtigkeit und die Luftverschmutzung lassen sicher keine guten Zeiten zu. Aber die Bedingungen sind für alle gleich.

Bereiten Sie sich besonders auf diese Bedingungen vor?

Mikitenko: Man kann sich nur mental vorbereiten. Man kann ja nicht nach China fahren. Wir trainieren ab und zu in der Hitze. Aber die Feuchtigkeit und den Smog kann man nicht trainieren. Ich denke einfach, dass es schwer wird, aber auch für alle gleich. Man muss da einfach durch.

Spüren Sie nach dem Sieg von London auch mehr Druck - einige sehen in Ihnen schon eine Mit-Favoritin für Olympisches Gold?

Mikitenko: Die Aufmerksamkeit ist schon größer geworden. Für mich ist aber einfach wichtig, dass ich gesund durch die Vorbereitung komme. Olympische Spiele sind nur alle vier Jahre. Ich habe dort ja schon auf anderen Strecken teilgenommen. Ich weiß, dass ich diesmal mehr möchte. Ich möchte schon etwas erreichen. Aber Druck hilft da nicht. Das einzige, was ich jetzt machen kann, ist gut trainieren.

Sie möchten etwas erreichen - also ist ihr Ziel eine Medaille?

Mikitenko: Bis zum 17. August ist mein Ziel erst einmal ganz gut trainieren. Alles andere ist nicht wichtig.

Was kommt nach den Olympischen Spielen? Geht Ihr Blick schon zur WM 2009 in Berlin?

Mikitenko: Auf jeden Fall. Darauf freue ich mich schon riesig. Weil wir dann zuhause laufen. Da kann man nicht sagen, die Bedingungen sind schlecht. Es ist das Größte eine Weltmeisterschaft zuhause zu erleben.

Sie haben erst im vergangenen Jahr, mit 35 Jahren, Ihr Debüt auf der Marathon-Distanz gegeben. War das der richtige Zeitpunkt oder haben Sie vielleicht einige erfolgreiche Jahre verschenkt?

Mikitenko: Das frage ich mich auch selbst. Aber ich sage mir dann, dass ich auf den anderen Strecken ja auch etwas erreicht habe. Vor allem habe ich dort Spaß gehabt. Aber ich würde mich freuen, wenn es jetzt noch ein paar Jahre auf der Marathonstrecke weiter so gut läuft wie bisher.

Was darf die Laufszene noch von Ihnen erwarten?

Mikitenko: Ich möchte schon noch ein bisschen schneller laufen. Ich glaube, dass die beiden Läufe in Berlin und London noch nicht das Maximum waren. Es ist noch etwas drin. Eine Zeit um die 2:22 Stunden ist möglich.

Sie haben 24 Jahre lang in Kasachstan gelebt - welche Erinnerungen haben Sie an ihre Zeit dort?

Mikitenko: Ich bin froh, dass ich dort aufgewachsen bin. Für Kinder wird dort viel im Sport gemacht. In Deutschland ist das Angebot für die Kinder im Fernsehen oder am Computer größer. Sie haben mehr Luxus. Das gab und gibt es in Kasachstan nicht. Die Kinder konzentrieren sich mehr auf den Sport. Später war es dann schwer, sich zu entwickeln. Ich bin zum richtigen Zeitpunkt gewechselt.

Was war die größte Umstellung als hierher kommen sind?

Mikitenko: Am Anfang war es schon schwer. Die Freunde waren in Kasachstan und wir konnten die Sprache nicht. Jetzt mit der Sprache ist es einfacher.

Haben Sie sich schnell zu Recht gefunden?

Mikitenko: Ja. Und alles habe ich dem Sport zu verdanken. Wir waren von Anfang sehr beschäftigt. Der Sport hat es uns leichter gemacht. Dafür bin auch dankbar.

Marathon ist sehr trainingsintensiv - wie schaffen Sie es als zweifache Mutter, Familie und Training unter einen Hut zu bekommen?

Mikitenko: Das ist schon nicht einfach. Ich brauche vier bis fünf Stunden Zeit fürs Training jeden Tag. Da muss ich viel organisieren. Aber meine Eltern und mein Mann unterstützen mich. Die Kinder kennen das nicht anders. Mein Sohn, er ist 14 Jahre alt, ist im Training mein bester Begleiter. Und die Kleine weiß Bescheid, dass Mama zwei Mal am Tag läuft.

Fällt es Ihnen auch manchmal schwer, zum Training zu gehen?

Mikitenko: Es gibt schon Tage, an denen ich mich frage, warum ich das mache. Das dauert aber meistens nur ein paar Minuten. Vor allem, wenn die Kinder krank sind. Dann fehlt mir einfach auch die Regeneration.

Womit belohnen Sie sich nach einer harten Trainingseinheit oder einem guten Marathonlauf?

Mikitenko: Ich belohne mich nur nach einem Hauptwettkampf. Das ist die Disziplin, die ich von mir selbst verlange. Wenn ich meinen Wettkampf gut gemacht habe, kann ich mich belohnen.

Womit?

Mikitenko: Kaffee. In der Marathonvorbereitung trinke ich keinen Kaffee.

Weshalb machen Sie das?

Mikitenko: Kaffee ist mein Lieblingsgetränk. Ich habe eigentlich immer zwei oder drei Mal am Tag Kaffee getrunken. Vor Berlin habe ich gedacht, wenn du auf etwas verzichtest, was du gerne jeden Tag machst, dann schaffst du es gut. Und es hat geklappt. Der Kaffee hat nach dem Marathon so gut geschmeckt. Man kann sich kaum vorstellen, dass Kaffee so gut schmecken kann. Das war der beste Kaffee, den ich je getrunken habe. Ich habe das gleiche auch vor London gemacht und mache es jetzt wieder.

Das heißt: Sie trinken bis nach dem Marathonlauf in Peking keinen Kaffee?

Mikitenko: Die ganze Vorbereitung. Drei Monate.

Freuen Sie sich schon auf die erste Tasse?

Mikitenko: Das ist genau die Sache. Einige sind im Ziel ja schon müde. Aber ich habe in Berlin und London noch beim Laufen gedacht: Jetzt bald darfst du Kaffee trinken. Und: Wenn ich schnell laufe, komme ich auch schneller zum Kaffee.

quelle ard.de

http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/ne...o_interview.jsp
Kampfrolli
Stabhochsprung-Weltrekord für Issinbajewa

Rom (dpa) - Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa hat ihr Freiluft-Saisondebüt beim Golden-League-Meeting in Rom mit einem fantastischen Weltrekord von 5,03 Meter gekrönt.

Die 26 Jahre alte Russin überbot am späten Freitagabend bei der «Golden Gala» der Leichtathleten ihre bisherige Bestmarke vom 12. August 2005 in Helsinki damit um gleich um zwei Zentimeter. Es war ihr 22. Weltrekord.

Zweite wurde die Polin Monica Pyrek (4,75). Silke Spiegelburg sorgte als Dritte für das beste Ergebnis im Mini-Team der lediglich vier deutschen Starter: Mit 4,70 Metern stellte die 22-Jährige aus Leverkusen eine persönliche Bestleistung auf. Zum deutschen Rekord von Annika Becker (Rotenburg/Bebra) fehlten der EM-Sechsten von Göteborg noch sieben Zentimeter.

quelle eurosport.de

http://de.eurosport.yahoo.com/11072008/3...ssinbajewa.html
Kampfrolli
Golden League Rom - Noch zwei Kandidaten auf Gold

Hochspringerin Blanka Vlasic (Kroatien) und 800-Meter-Läuferin Pamela Jelimo (Kenia) sind die einzigen Verbliebenen im Kampf um den Jackpot der Golden-League-Meetings. Das Damen-Duo gewann seine Wettkämpfe auch bei der dritten Station der Serie - der "Golden Gala" in Italiens Hauptstadt Rom.

Von den fünf in Rom angetretenen Kandidaten greift nach der "Halbzeit" nur noch ein Damen-Duo nach dem Jackpot von einer Million Dollar: Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) setzte ihre sensationelle Serie fort und blieb auch im 32. Wettkampf siegreich. Mit 2,00 Metern verfehlte die große Olympia-Favoritin ihre Jahresweltbestleistung diesmal um sechs Zentimeter. Kenias erst 18 Jahre alte 800-Meter-Läuferin Pamela Jelimo dominierte in 1:55,69 Minuten auch auf der dritten Station der Premium-Serie. Um einen Teil des Preisgelds von insgesamt einer Million Dollar zu kassieren, müssen beide aber noch auf den weiteren drei Stationen in Paris (18. Juli), Zürich (29. August) und Brüssel (5. September) als Erste ins Ziel kommen.

Onyias Serie reißt

Dagegen ist die Siegesserie der Spanierin Josephine Onyia gerissen: Über 100 Meter Hürden musste sich die Gewinnerin von Berlin und Oslo mit Platz sechs in 12,85 Sekunden begnügen; die Jamaikanerin Brigitte Foster-Hylton war bei ihrem Sieglauf 25/100 schneller. Für den US-Amerikaner Bershawn Jackson (Zweiter über 400 Meter Hürden) und Weitspringer Hussein Al-Sabee aus Saudi-Arabien (Dritter) ist der Traum vom goldenen Jackpot dagegen geplatzt.

Der Kubaner Dayron Robles wurde über 110 Meter Hürden in 13,08 Sekunden seiner Favoritenrolle zwar gerecht, verfehlte seinen am 12. Juni aufgestellten Weltrekord aber um 21/100. Weltmeister Tero Pitkämäki (Finnland) setzte sich im Speerwerfen mit 87,70 Metern durch; für den deutschen Vizemeister Peter Esenwein (Kornwestheim/Ludwigsburg) reichten 79,14 Meter nur zum achten Platz.

Powell gibt auf

Europarekordler Francis Obikwelu hat Ex-Weltrekordler Asafa Powell die Schau gestohlen. Dem 29 Jahre alten Portugiesen reichten im 100-Meter- Finale mäßige 10,04 Sekunden, um sich im Fotofinish gegen den zeitgleichen Vizeweltmeister Derrick Atkins (Bahamas) durchzusetzen. Dritter im Stadio Olimpico wurde der Jamaikaner Nesta Carter in 10,05. Obikwelu hält den Europarekord mit 9,86 Sekunden.

Powell war wegen einer Leistenzerrung zum Finale nicht angetreten. Im Vorlauf mit 10,19 Sekunden noch Fünfter, entschied sich der 25 Jahre alte Jamaikaner zum Verzicht auf den Endlauf. "Er ist okay, wollte aber nichts riskieren und hat das Rennen vorsichtshalber beendet", erklärte sein Manager Paul Doyle. Der WM-Dritte Powell wollte sein Europa-Debüt vor allem als Formtest schon im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking nutzen.

Quelle Eurosport.de

http://de.eurosport.yahoo.com/11072008/7...daten-gold.html
Kampfrolli
Golden League Rom - "Frau Bubka" springt Weltrekord

Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa hat ihr Freiluft-Saisondebüt beim Golden-League-Meeting in Rom mit einem fantastischen Weltrekord von 5,03 Meter gekrönt. Die 26 Jahre alte Russin überbot bei der "Golden Gala" der Leichtathleten ihre bisherige Bestmarke um gleich zwei Zentimeter.

45 Minuten vor Mitternacht waren alle Augen im Stadio Olimpico nur auf sie gerichtet. Und als Isinbajewa in den Nachthimmel über Rom abhob, die Latte sicher überquerte und mit einem Glücksschrei wieder landete - da gehörte der besten Stabhochspringerin der Welt auch der tosende Beifall und der Jubel ganz allein.

Der Star war den Sternen wieder ein kleines Stück näher gekommen, die Russin aus der Heldenstadt Wolgograd ließ sich am späten Freitagabend beim Golden-League-Meeting feiern und posierte vor der Anzeigetafel: "503" - Weltrekord Nummer 22 für "Frau Bubka".

Rekordjagd geht weiter

Fast drei Jahre mussten Isinbajewa, ihre Fans und ihr neuer Trainer Vitali Petrow auf diesen Sprung warten. Am 12. August 2005 hatte sie in einem anderen Olympia-Stadion 5,01 Meter gemeistert: WM-Gold mit Weltrekord in Helsinki. Danach folgten zwei Jahre voller Probleme, an die sich Jelena Issinbajewa nicht so gern erinnert.

Den 11. Juli 2008 wird die in Monaco lebende und im italienischen Formia trainierende Athletin sicher nicht so schnell vergessen: Als die Latte beim zweiten Versuch über 5,03 Meter liegen blieb, fielen Zentnerlasten von der 26-Jährigen ab: "Ich bin so glücklich, so entspannt. Ich habe meine Technik umgestellt, meinen Trainer gewechselt, mein ganzes Leben verändert. Heute fühle ich mich wie die alte Isinbajewa."

40 Tage vor dem olympischen Stabhochsprung-Finale in Peking dürfte der Konkurrenz um Jennifer Stuczynski (USA) klar geworden sein, dass Isinbajewa nicht die Luft ausgegangen ist. Nach zwei mageren Jahren, in denen sie im Freien nur 4,91 Meter meisterte, ist sie im Olympia-Jahr 2008 wieder da. Hallen-Premiere am 16. Februar in Donezk: 4,95 Meter - Weltrekord. Freiluft-Saisondebüt am 11. Juli in Rom: 5,03 Meter - Weltrekord. "Ich war so wütend, weil alle nach Stuczynskis 4,92 Metern gesagt haben: Isinbajewa ist am Ende, wir haben einen neuen Star."

Der neue Star ist der alte, und Isinbajewa ist mit ihrem Springer-Latein längst nicht am Ende. Immer wieder wird sie auf ihr sportliches "Lebensziel" angesprochen: Die Zahl der 35 Weltrekorde ihres Freundes, Vorbildes und Mentors Sergej Bubka (Ukraine) zu übertreffen. In Rom hat sie allen gezeigt, dass der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde kein Traum bleiben muss. "Ihr habt doch gesehen, dass ich die Latte nicht gestreift habe - ich war deutlich drüber. Mein Ziel ist es, 36 Weltrekorde zu springen", sagte Issinbajewa, die bis zur "Operation Gold" in Peking nur noch drei Wettkämpfe bestreiten will.

Spiegelburg wird Dritte

Im Glanz des Superstars verblasste alles andere, denn neben dem Weltrekord gab es nicht eine Jahresweltbestleistung. Aus dem Quintett der Jackpot-Kandidaten wurde ein Duo, das nach der "Halbzeit" noch um die Dollar-Million kämpft: Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien/2,00 Meter) und Kenias erst 18 Jahre alte 800-Meter-Läuferin Pamela Jelimo (1:55,69 Minuten). Aus dem Rennen sind dagegen die Spanierin Josephine Onyia (6. über 100 Meter Hürden), der US-Amerikaner Bershawn Jackson (2. über 400 Meter Hürden) und Hussein Al-Sabee aus Saudi-Arabien (3. im Weitsprung).

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg sorgte als Dritte für das beste Ergebnis im Mini-Team der lediglich vier deutschen Starter: Mit 4,70 Metern stellte die 22-Jährige aus Leverkusen eine persönliche Bestleistung auf. Zum deutschen Rekord von Annika Becker (Rotenburg/Bebra) fehlen der EM-Sechsten jetzt noch sieben Zentimeter - Issinbajewa schwebt längst in anderen Sphären.

quelle eurosport.de

http://de.eurosport.yahoo.com/12072008/7...weltrekord.html
Kampfrolli
Golden League Rom - Hoch, höher, Issinbajewa

45 Minuten vor Mitternacht waren alle Augen im Stadio Olimpico nur auf sie gerichtet. Und als Jelena Issinbajewa in den Nachthimmel abhob, die Latte bei 5,03 Meter überquerte und mit einem Glücksschrei wieder landete - da gehörte der besten Stabhochspringerin der Welt auch der Beifall ganz allein.

Der Star war den Sternen wieder ein kleines Stück näher gekommen, die Russin aus der Heldenstadt Wolgograd ließ sich am späten Freitagabend beim Golden-League-Meeting feiern und posierte vor der Anzeigetafel: "503" - Weltrekord Nummer 22 für "Frau Bubka".

Fast drei Jahre mussten Issinbajewa, ihre Fans und ihr neuer Trainer Vitali Petrow auf diesen Sprung warten. Am 12. August 2005 hatte sie in einem anderen Olympia-Stadion 5,01 Meter gemeistert: WM-Gold mit Weltrekord in Helsinki. Danach folgten zwei Jahre voller Probleme, an die sich Jelena Issinbajewa nicht so gern erinnert. Den 11. Juli 2008 wird die in Monaco lebende und im italienischen Formia trainierende Athletin sicher nicht so schnell vergessen: Als die Latte beim zweiten Versuch über 5,03 Meter liegen blieb, fielen Zentnerlasten von der 26-Jährigen ab: "Ich bin so glücklich, so entspannt. Ich habe meine Technik umgestellt, meinen Trainer gewechselt, mein ganzes Leben verändert. Heute fühle ich mich wie die alte Issinbajewa."

Zwei magere Jahre

40 Tage vor dem olympischen Stabhochsprung-Finale in Peking dürfte der Konkurrenz um Jennifer Stuczynski (USA) klar geworden sein, dass Issinbajewa nicht die Luft ausgegangen ist. Nach zwei mageren Jahren, in denen sie im Freien nur 4,91 Meter meisterte, ist sie im Olympia-Jahr 2008 wieder da. Hallen-Premiere am 16. Februar in Donezk: 4,95 Meter - Weltrekord. Freiluft-Saisondebüt am 11. Juli in Rom: 5,03 Meter - Weltrekord. "Ich war so wütend, weil alle nach Stuczynskis 4,92 Metern gesagt haben: Issinbajewa ist am Ende, wir haben einen neuen Star."

Der neue Star ist der alte, und Issinbajewa ist mit ihrem Springer-Latein längst nicht am Ende. Immer wieder wird sie auf ihr sportliches "Lebensziel" angesprochen: Die Zahl der 35 Weltrekorde ihres Freundes, Vorbildes und Mentors Sergej Bubka (Ukraine) zu übertreffen. In Rom hat sie allen gezeigt, dass der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde kein Traum bleiben muss. "Ihr habt doch gesehen, dass ich die Latte nicht gestreift habe - ich war deutlich drüber. Mein Ziel ist es, 36 Weltrekorde zu springen", sagte Issinbajewa, die bis zur "Operation Gold" in Peking nur noch drei Wettkämpfe bestreiten will.

Aus Quintett wird Duo

Im Glanz des Superstars verblasste alles andere, denn neben dem Weltrekord gab es nicht eine Jahresweltbestleistung. Aus dem Quintett der Jackpot-Kandidaten wurde ein Duo, das nach der "Halbzeit" noch um die Dollar-Million kämpft: Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien/2,00 Meter) und Kenias erst 18 Jahre alte 800-Meter-Läuferin Pamela Jelimo (1:55,69 Minuten). Aus dem Rennen sind dagegen die Spanierin Josephine Onyia (6. über 100 Meter Hürden), der US-Amerikaner Bershawn Jackson (2. über 400 Meter Hürden) und Hussein Al-Sabee aus Saudi-Arabien (3. im Weitsprung).

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg sorgte als Dritte für das beste Ergebnis im Mini-Team der lediglich vier deutschen Starter: Mit 4,70 Metern stellte die 22-Jährige aus Leverkusen eine persönliche Bestleistung auf. Zum deutschen Rekord von Annika Becker (Rotenburg/Bebra) fehlen der EM-Sechsten jetzt noch sieben Zentimeter - Issinbajewa schwebt längst in anderen Sphären.

quelle eurosport.de

http://de.eurosport.yahoo.com/12072008/7...ssinbajewa.html