Wasser-Sportarten!!!

kevin
hier alles über die Wasserball posten ;-)
kevin
Die Wasserfreunde Spandau 04 stehen vor dem 28. Meistertitel in ihrer Vereinsgeschichte. Im Play-off um die deutsche Wasserball-Meisterschaft hat die Mannschaft von Trainer Nebojsa Novoselac das Finale erreicht. Der Rekordmeister und Titelverteidiger bezwang im zweiten Halbfinalspiel Bayer 08 Uerdingen mit 15:6 und entschied damit die "Best of three"-Serie nach zwei Spielen zu seinen Gunsten. Gegner wird der ASC Duisburg sein, der nach dem 8:7 beim SSV Esslingen nun ein 13:11 folgen ließ.

Nach dem dramatischen 10:9 im ersten Spiel in Uerdingen hatten die Spieler um Kapitän Marc Politze in Spiel zwei erheblich weniger Mühe. Spandau nutzte die Überzahlsituationen konsequent. Vor 400 Zuschauern im Forumbad zogen die Gastgeber deswegen schnell davon. Bereits nach wenigen Minuten führte Spandau mit 4:0, am Ende waren Politze, Moritz Oeler und Erik Bukowksi mit je drei Treffern beste Werfer. "Im Vergleich zum Spiel in Uerdingen hat die Mannschaft diesmal viel besser gespielt", fand Präsident Hagen Stamm, "das sah teilweise richtig gut aus. Jetzt sind wir gerüstet und freuen uns auf die Finalserie."
Aus der Berliner Morgenpost vom 25. Mai 2008
kevin
Diesmal war der Druck groß. Ohne Trainer Nebojsa Novoselac mussten die Wasserfreunde auskommen und zudem einem Rückstand hinterherlaufen. Bei der 7:9-Niederlage gegen den ASC Duisburg im ersten Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft der Wasserballer hatte sich Novoselac wegen zu heftiger Proteste eine Sperre eingehandelt, in Spiel zwei gestern im Forumbad konnte er seinem Team also keine Anweisungen geben. Seine Spieler hielten dem Druck dennoch stand. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, bis der Ausgleich geschafft war. Wie schon in Spiel eins lieferten sich beide Mannschaften einen großen Kampf, mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln wurde unter und über dem Wasser agiert. Drei Viertel lang konnte sich keiner der Finalisten entscheidend absetzen, beide Torhüter reagierten mehrfach glänzend, mit einem 4:4 ging es deswegen in die letzten acht Minuten. Und auch im finalen Spielabschnitt währte die Spannung bis zum Schluss. Mit 6:5 (2:0, 1:2,1:2,2:1) setzten sich die Spandauer schließlich durch und haben nun die Möglichkeit, heute (15 Uhr, Forumbad) mit einem Sieg in der Best-of-five-Serie mit 2:1 in Führung zu gehen.



Aus der Berliner Morgenpost vom 1. Juni 2008
kevin
Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat im Play-off-Finale ("best of five") gegen den ASC Duisburg den Rückstand nach der unerwarteten 7:9-Auftaktniederlage mit zwei Heimsiegen wettgemacht. Dem knappen 6:5 am Sonnabend ließen die Berliner gestern ein 10:8 (2:1,3:2,2:1,3:4) folgen.


Mit einem Erfolg am Mittwoch in Duisburg wäre der 28. Titelgewinn seit 1979 unter Dach und Fach. Bei einer Niederlage der Wasserfreunde findet das entscheidende Match am kommenden Sonnabend (16 Uhr) wiederum im Forumbad am Olympiastadion statt.

In der zweiten Wochenendpartie zeigten die Spandauer, die wieder vom zuvor für ein Spiel gesperrten Trainer Nebojsa Novoselac betreut wurden, eine spielerische Steigerung gegenüber dem Vortag. Die Gastgeber lagen durchweg in Führung, eingangs des Schlussabschnitts beim 8:4-Zwischenstand sogar mit vier Treffern. Doch Duisburg gab nicht auf und hielt bis zum Ende dagegen.

"Wirklich in Gefahr geraten sind wir aber nie", sagte Spandaus Manager Peter Röhle. Torschützen beim Sieger waren Moritz Oeler (3), sowie Marko Savic, Marc Politze und Erik Bukowski, die jeweils zwei Treffer verbuchen konnten.

Aus der Berliner Morgenpost vom 2. Juni 2008
Kampfrolli
Deutsche Wasserball-Frauen erneut EM-Siebter

Malaga (dpa) - Die deutschen Wasserball-Frauen haben die Europameisterschaften in Malaga auf Platz sieben abgeschlossen. Das Team von Honorar-Bundestrainer Andreas Feher gewann das Platzierungsspiel in Malaga gegen Frankreich mit 8:6 (2:2, 5:0, 1:3, 0:1).

Die deutsche Auswahl belegte damit zum sechsten Mal seit 1995 den siebten Rang. In den Gruppenspielen hatte das Feher-Team Niederlagen gegen die Niederlande (6:9), Russland (10:17) und Spanien (7:13) hinnehmen müssen.

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Kampfrolli
Zweiter Platz für deutsche Wasserball-Frauen

Budapest (dpa) - Deutschlands Wasserballerinnen haben das Vier- Nationen-Turnier in Budapest hinter dem Gastgeber und WM-Vierten Ungarn (6:0 Punkte) als Zweite (4:2 Punkte/34:28 Tore) vor Frankreich (2:4) und Großbritannien (0:6) beendet.

Beim letzten Test vor dem EM-Auftakt am 5. Juli in Malaga setzten sich die Mannschaft von Bundestrainer Andras Feher zum Abschluss mit 13:9 gegen Frankreich durch. Beste Werferinnen während des Turniers waren Ariane Rump, Katrin Dierolf und Monika Kruszona vom deutschen Rekordmeister SV Blau-Weiß Bochum mit jeweils fünf Toren.

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Kampfrolli
Deutsche Wasserballer in Stuttgart Dritte

Stuttgart (dpa) - Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft hat beim Vier-Nationen-Turnier in Stuttgart nach drei überwiegend schwachen Vorstellungen wie erwartet den dritten Platz belegt.

Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm verlor am Sonntag das abschließende Spiel gegen Weltmeister und Turniersieger Kroatien mit 8:13. Damit kam die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nach nur einem Sieg aus drei Spielen auf 2:4 Punkte und 28:31 Tore, während sich Kroatien (6:0/37:23) mit drei Siegen souverän durchsetzte.

Beim vorletzten Test vor der Europameisterschaft vom 4. bis 13. Juli im spanischen Malaga war der Esslinger Heiko Nossek mit seinen drei Toren gegen Kroatien wie auch mit seinen insgesamt acht Turniertreffern bester deutscher Werfer. Zweiter des Turniers wurde Griechenland mit 4:2 Punkten und 34:28 Toren. Gegen die Südosteuropäer hatte Deutschland am Samstag mit 11:12 verloren, nachdem es zum Auftakt am Freitag einen 9:6-Sieg gegen die am Ende viertplatzierte Slowakei (0:6/19:36) gegeben hatte.

«Wir haben in dieser Woche besonders hart trainiert. Und ich wollte in diesen Spielen auch den Leistungsstand der Jüngsten testen», entschuldigte Coach Stamm die weitgehend enttäuschenden Auftritte seines Teams, das die Kroaten bei einem Test am Mittwoch in Esslingen noch überraschend mit 10:9 geschlagen hatte. Stamm setzte 19 Spieler seines vorläufigen Olympia-Kaders ein, der vor den Spielen vom 8. bis 24. August in Peking auf 13 verkleinert wird. Fehlen werden in China der 19-jährige Tobias Preuss von Spandau 04 Berlin und der zwei Jahre ältere Paul Schüler (ASC Duisburg). Sie wurden von Stamm am Sonntagabend aus dem Kader gestrichen.

Den letzten Test vor der EM bestreiten die Deutschen bei einem weiteren Vier-Nationen-Turnier am kommenden Wochenende in Ungarn. Als zweiter Torwart wird wieder Michael Zellmer (SGW Hannover) dabei sein. Tim Ole Fischer und Roger Kong, die in Stuttgart hinter dem als Nummer eins gesetzten Alexander Tchigir aufgeboten worden waren, bleiben zu Hause.

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Kampfrolli
EM als Generalprobe für deutsche Wasserballer

Düsseldorf (dpa) - Für die deutsche Männer-Nationalmannschaft wird die Wasserball-Europameisterschaft in Malaga (4. bis 13. Juli) zur Olympia-Generalprobe.

In der Vorrundengruppe B trifft der Olympia-Fünfte von Athen 2004 auf Titelverteidiger Serbien, den EM-Vierten Rumänien, den WM- und EM-Fünften Italien, Russland sowie EM-Neuling Mazedonien. «Bis auf Serbien liegen die anderen Gegner nicht außerhalb der Reichweite», sagte Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin). Für die deutschen Frauen ist das EM-Turnier der Saison-Höhepunkt. Sie hatten sich nicht für Olympia qualifiziert.

Außer dem EM-Titel werden in Malaga schon die ersten Tickets für die Weltmeisterschaften 2009 in Rom (19. Juli bis 2. August) vergeben. Je drei Mannschaften können sich qualifizieren. Nach ihren Siegen in der Weltliga haben sich Serbien bei den Männern und Russland bei den Frauen bereits einen WM-Startplatz gesichert. Sollten sie sich unter den ersten drei Mannschaften von Malaga platzieren, hat auch der EM-Vierte die WM-Teilnahme sicher. Rekord- Europameister bei den Männern ist Ungarn mit zwölf Titeln. Deutschland war 1981 und 1989 Europameister.

Frauen-Bundestrainer Andras Feher schätzt vor dem EM-Auftakt die Chancen realistisch ein. «Im Normalfall spielen wir um Platz sieben gegen Frankreich», sagte er. «Aber vielleicht können wir in der Vorrunde die eine oder andere Mannschaft überraschen. Das geht allerdings nur, wenn wir an unserem Limit spielen. Die ersten Sechs wären ein Traum-Ziel.»

Vorrunden-Gegner der DSV-Frauen sind Weltliga-Sieger und Titelverteidiger Russland, der EM-Vierte Spanien und Rekord- Europameister Niederlande, der wie Italien vier EM-Titel aufweist. 2006 in Belgrad hatten die DSV-Wasserballerinnen bei der EM Platz sieben belegt.

Die deutschen Aufgebote:

Männer (16): Steffen Dierolf (32 Jahre/305 Länderspiele/SSV Esslingen), Tobias Kreuzmann (27/196/ASC Duisburg), Sören Mackeben (29/262/Wfr. Spandau 04), Florian Naroska (26/120/SSV Esslingen), Heiko Nossek (26/197/SSV Esslingen), Moritz Oeler (22/92/Wfr. Spandau 04), Marc Politze (30/296/Wfr. Spandau 04), Julian Real (18/7/ASC Duisburg), Marko Savic (27/111/Wfr. Spandau 04), Thomas Schertwitis (35/265/Sintes Kasan/Russland ), Andreas Schlotterbeck (26/119/Wfr. Spandau 04), Alexander Tchigir (39/272/Wfr. Spandau 04) Michael Zellmer (30/246/Wfr. 98/Waspo Hannover); Reserve: Eric Bukowski (21/48/Wfr. Spandau 04), Timo Purschke (27/78/ASC Duisburg), Marko Stamm (19/6/Wfr. Spandau 04)

Frauen (14): Claudia Blomenkamp (21/84/SV Bayer Uerdingen), Simone Budde (29/151/PSV Eindhoven/Niederlande), Katrin Dierolf (29/161/SV Blau-Weiß Bochum), Carmen Gelse (20/60/SV Blau Weiß Bochum), Linda Gerritsen (25/92/SV Bayer Uerdingen), Hanna Hanholz (20/33/SV Blau Weiß Bochum), Claudia Kern (18/23/SV Bayer Uerdingen), Theresa Klein (23/99/ANC Glyfada Athen/Griechenland), Monika Kruszona (22/130/SV Blau-Weiß Bochum), Lina Rohe (24/111/SV Blau-Weiß Bochum), Ariane Rump (27/139/SV Blau-Weiß Bochum), Nina Wengst (29/127/ANC Glyfada Athen/Griechenland), Mandy Zöllner (23/74/Hannoverscher SV); Reserve: Carolin Lentge (19/19/SG Neukölln Berlin)

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Deutsche Wasserballer verlieren gegen Griechenland

Stuttgart (dpa) - Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft hat beim Vier-Nationen-Turnier in Stuttgart im zweiten Spiel ihre erste Niederlage kassiert.

Die Deutschen unterlagen gegen Griechenland mit 11:12 (1:3, 2:3, 3:2, 5:4). Einen Tag nach dem 9:6- Auftakterfolg gegen die Slowakei schaffte das verjüngte Aufgebot von Bundestrainer Hagen Stamm nach dem 3:8-Rückstand im dritten Viertel zwar den Ausgleich und hielt die Partie bis zum 11:11 offen. Doch den Griechen gelang 100 Sekunden vor dem Ende mit einem verwandelten Strafwurf der entscheidende Siegtreffer.

Im 65. Länderspiel gegen den WM-Sechsten war es erst die 17. deutsche Niederlage. Überragender Torschütze vor 200 Zuschauern war der Esslinger Heiko Nossek mit fünf Treffern. Zudem trafen Trainer-Sohn Marko Stamm und Moritz Öler (beide WF Spandau 04 Berlin) je zweimal. Ihr Clubkamerad Marc Pulitze und der Duisburger Tobias Kreuzmann erzielten je ein Tor. An diesem Sonntag treffen die deutschen Wasserballer auf Weltmeister Kroatien.

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Gold für Schwimmer Colupaev bei Junioren-WM

(sid) Dimitri Colupaev hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften der Schwimmer in Monterrey/Mexiko die erste deutsche Goldmedaille gewonnen. Der Mainzer feierte über 200m Lagen am zweiten Tag in 2:02,28 Minuten einen Start-Ziel-Sieg. "Er ist ein beherztes Rennen geschwommen und hat gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt", sagte Bundestrainer Achim Jedamsky (Eppelborn). Zum Auftakt war er mit der Vorstellung des Teams alles andere als zufrieden, konnte sich nun aber über drei weitere Medaillen freuen.

Schiffer verpasst Olympia-Norm

Als Zweite über 200m Schmetterling hat Nina Schiffer aus Bonn das angestrebte Olympia-Ticket knapp verpasst. Die 17 Jahre alte Schülerin verfehlte mit 2:09,36 Minuten die vom DSV geforderte Norm nur um 15 Hundertstelsekunden. Bereits zum Auftakt der Titelkämpfe hatte sie als Zwölfte mit 4:54,09 Minuten über 400m Lagen die Peking-Norm deutlich verfehlt (4:44,34).

Eine weitere Silbermedaille gab es über 100m Brust durch den Darmstädter Marco Koch in 1:02,56 Minuten. Medaille Nummer vier ging über 200m Freistil an Lucien Haßdenteufel (Saarbrücken), der nach guten 1:49,72 Minuten Dritter wurde.

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Olympia 2008 - Doping-Skandal in Griechenland

Die Dopingskandale nehmen in Griechenland wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele kein Ende. Eine Schwimmerin sei positiv auf Testosteron getestet worden, berichtete der Staatsrundfunk. Der Name der Schwimmerin wurde nicht genannt.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass Dimitris Regas, ein vielversprechender junger 400-Meter-Läufer positiv getestet worden ist. Der 21-Jährige hatte 2005 die Bronzemedaille bei der Jugend-EM gewonnen. Regas soll das Steroid Trenbonol (Methyltrienolon) eingenommen haben. Der Athlet ließ durch seinen Rechtsanwalt ausrichten, er sei das "Opfer eines Komplotts und eines Sabotageakts", berichtete der Staatsrundfunk (NET) weiter.

Bereits im Mai war der griechische Schwimm-Europameister Ioannis Drymonakos positiv auf Trenbonol getestet worden. Drymonakos beendete daraufhin seine Karriere. Anfang Juni wurde Ruderer Giannis Tsamis positiv auf das in Haarwuchsmitteln vorkommende Finasterid getestet. Vergangenen März war bei sechs Frauen und fünf Männern aus der Gewichtheber-Nationalmannschaft bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle in den Urinproben das Steroid Trenbonol festgestellt worden.

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Neuer Dopingskandal in Griechenland

Athen (dpa) - Die Dopingskandale nehmen in Griechenland wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele kein Ende. Eine Schwimmerin sei positiv auf Testosteron getestet worden, berichtete der Staatsrundfunk. Der Name der Schwimmerin wurde nicht genannt.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass Dimitris Regas, ein vielversprechender junger 400-Meter-Läufer positiv getestet worden ist. Der 21-Jährige hatte 2005 die Bronzemedaille bei der Jugend-EM gewonnen. Regas soll das Steroid Trenbonol (Methyltrienolon) eingenommen haben. Der Athlet ließ durch seinen Rechtsanwalt ausrichten, er sei das «Opfer eines Komplotts und eines Sabotageakts», berichtete der Staatsrundfunk (NET) weiter.

Bereits im Mai war der griechische Schwimm-Europameister Ioannis Drymonakos positiv auf Trenbonol getestet worden. Drymonakos beendete daraufhin seine Karriere. Anfang Juni wurde Ruderer Giannis Tsamis positiv auf das in Haarwuchsmitteln vorkommende Finasterid getestet. Vergangenen März war bei sechs Frauen und fünf Männern aus der Gewichtheber-Nationalmannschaft bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle in den Urinproben das Steroid Trenbonol festgestellt worden.

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DSV-Trainer Thiesmann darf nicht nach Peking

Hamm/Westfalen (dpa) - Schwimm-Bundestrainer Manfred Thiesmann ist mit seiner Klage auf eine Nominierung für die Olympischen Spiele in Peking endgültig gescheitert. Die 11. Kammer des Landesarbeitsgerichts in Hamm entschied in letzter Instanz für den beklagten Deutschen Schwimm-Verband (DSV).

Der 62- jährige Thiesmann, der im September vorzeitig in Ruhestand geht, war dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vom DSV nicht für Peking vorgeschlagen worden. Thiesmanns Anwalt Urs Früh berief sich unter anderem auf das «gelebte Arbeitsverhältnis». Seit 1984 hatte der Bundestrainer alle Olympischen Spiele bestritten und seit 1980 an nahezu allen internationalen Großereignissen im Schwimmsport teilgenommen.

In seinen Dienstanweisungen ist die Olympia-Teilnahme nicht explizit festgehalten. Dies war für das Gericht der Hauptgrund dafür, die von Thiesmann angestrebte Einstweilige Verfügung abzulehnen. «Es geht nicht um die Enttäuschung, nicht nach Peking zu dürfen», sagte ein äußerlich gefasster Thiesmann nach dem Urteil. «Ich kann damit leben», meinte er, zeigte sich aber «entsetzt» darüber, dass die Olympia-Entsendung eines Bundestrainers in Zukunft fester Bestandteil von Verträgen sein müsse. «Künftig muss sich jeder Trainer schriftlich zusichern lassen, um welche Ereignisse er sich kümmern darf», meinte er.

«Ich hätte schon gern obsiegt», sagte Thiesmann, der seit 1980 als Bundestrainer tätig ist. Das Gericht mit seinem Vorsitzenden Eckhard Limberg bewertete das von Thiesmann-Anwalt Früh erwähnte «gelebte Arbeitsverhältnis» nicht und konnte hierin wohl kein Gewohnheitsrecht erkennen. Die «menschliche Enttäuschung» bei Thiesmann könne er aber nachvollziehen, sagte Limberg.

Eine gütliche Einigung mit dem DSV, der vor Gericht durch seinen Vizepräsidenten Anselm Oehlschlägel (Ingelheim) vertreten wurde, scheiterte. Das Gericht hatte unter anderem empfohlen, dass Thiesmann «wie ein Tourist» mitgenommen werde. «Tourismus statt Beschäftigung ist von uns nicht beabsichtigt», sagte Früh. Der DSV hätte sich ohnehin außerstande gesehen, dem Bundestrainer gegen den Widerstand von DSV-Sportdirektor Örjan Madsen Aufgaben bei den Spielen zu übertragen.

«Wir sind zufrieden», sagte Oehlschlägel. Herr Thiesmann werde die Entscheidung «akzeptieren und respektieren - wie wir», meinte der DSV-Vizepräsident. Der Versuch Thiesmanns, mit DSV-Chefin Christa Thiel in einem Vieraugengespräch eine andere Lösung zu finden, war ebenfalls gescheitert: «Da gab es keine Chance auf eine Übereinkunft», schilderte der Bundestrainer nach dem Urteil seine Eindrücke aus einer Unterredung mit der Verbandspräsidentin.

Das Arbeitsgericht Münster hatte am 5. Juni in erster Instanz ebenfalls gegen Thiesmann entschieden. Der Arbeitsvertrag lasse nicht erkennen, dass es zu Thiesmanns Aufgaben gehöre, Sportler bei Olympischen Spielen zu betreuen. Eine schweigende Zusage des Verbandes sei gleichfalls nicht ersichtlich.

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Kampfrolli
Athen abhaken: Hoffnungen auf Steffen und Lurz

Hamburg (dpa) - Besser sein als in Athen: Cheftrainer Örjan Madsen hat für die deutschen Schwimmer ein klares Ziel vorgegeben. Einmal Silber und viermal Bronze sind zu überbieten. Im Wettstreit mit den Top-Nationen Australien und USA sind die Ambitionen ungewöhnlich zurückhaltend.

Das hat gute Gründe. Athen kann übertroffen werden, aber niemand darf sich wundern, wenn die Medaillenausbeute in Peking noch magerer ausfällt.

Die Medaillenhoffnungen für Peking ruhen vor allem auf Britta Steffen (50 und 100 m Freistil), Annika Lurz (200 m Freistil), Sarah Poewe (100 m Brust) und Helge Meeuw (100 m Rücken). Nicht zu unterschätzen sind Paul Biedermann, Steffen Deibler und die Frauen- Staffeln. Dazu kommen die Langstrecken-Stars Thomas Lurz und Angela Maurer. Der sechsfache Weltmeister Lurz ist beim Olympia-Debüt der Langstreckler über zehn Kilometer gut für Gold. Maurer hat sich eine Medaille als Ziel gesetzt.

Gold im Becken will Britta Steffen. Und die Berlinerin weiß, dass sie dafür Weltrekord schwimmen muss. Die vierfache Europameisterin von Budapest 2006 konzentriert sich auf die 100 Meter Freistil, hat die 200 Meter aus ihrem Programm genommen und sogar dem 4 x 200- Meter-Quartett einen Korb gegeben. Nichts soll ihre Chance auf den Olympiasieg über 100 Meter gefährden. Daneben ist nur noch Platz für den 50-Meter-Sprint.

Die bisher letzte olympische Goldmedaille für Deutschlands Schwimmer hat Dagmar Hase 1992 in Barcelona über 400 Meter Freistil gewonnen. Superstar Franziska van Almsick konnte sich ihren Traum vom Olympia-Gold nie erfüllen. Auf ihrer Spezialstrecke 200 Meter Freistil will in Peking die Würzburgerin Annika Lurz nach den Sternen greifen.

Mit Rekorden und Weltklassezeiten bei den deutschen Meisterschaften haben sich die Schwimmer Mut für Olympia gemacht. Madsen aber weiß: «Wir haben einige starke Disziplinen, aber wir haben mehr Schwächen als Stärken. Schwachpunkte sind vor allem die Lagen-Disziplinen und die langen Strecken bei Männern und Frauen sowie der Brust- und Schmetterlingsbereich der Männer.

Der Kampf um die Medaillen wird laut Madsen auch im Kopf entschieden. Wer Olympiasieger werden will, darf sich durch nichts beirren lassen - und schon gar nicht vor großen Namen bereits auf dem Startblock in die Knie gehen. Ein Problem ist da schon die vieldiskutierte Anzug-Frage. Wer meint, im falschen Anzug zu stecken, hat schon verloren.

Im Wasserspringen haben speziell die Synchronpaare Chancen auf gute Platzierungen. Der Aachener Turm-Spezialist Sascha Klein gilt nach seinem Erfolg beim Weltpokal in Peking als Medaillen-Anwärter. Die deutschen Wasserballer waren 2004 in Athen Fünfte. Eine Wiederholung dieser glänzenden Platzierung scheint angesichts von Vorrunden-Gegnern wie Weltmeister Kroatien, Europameister Serbien oder Pan-Amerika-Sieger USA nahezu ausgeschlossen. Die ersten drei Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Medaillenrunde.

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Peking-Hoffnung Steffen unter Druck

Berlin (dpa) - Britta Steffen strahlt unentwegt, lacht, scherzt - doch Deutschlands Top-Schwimmerin steht unter massivem Druck. Olympia und die schwere Bürde, 16 Jahre nach Dagmar Hase endlich wieder Schwimm-Gold für Deutschland holen zu sollen, machen der Berlinerin zu schaffen.

«Es gibt keine Steigerung mehr für enorm. Ich bin wirklich hin- und hergerissen zwischen 'Ich schmeiße alles hin' und 'Mann, macht das Spaß'», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa bei einem Gespräch in Berlin, wo sich Deutschlands Schwimm- Olympioniken bis Donnerstag den letzten Schliff für Peking holen. Britta Steffen fühlt sich wie in einer Zwangsjacke, «wenn ich wirklich nur noch darauf fokussiert werde, die erwartete Goldmedaille nach Hause zu bringen».

Sie zweifelt. Mit der letzten Vorbereitungsphase in ihrer Wahlheimat Berlin wachsen Ungeduld und Ungewissheit: Kann ich's? Kann ich's nicht? Ein kleiner Fehler, vielleicht ein Patzer bei der Wende - und plötzlich könnten vier Jahre harte Arbeit vergebens gewesen sein. «Ich habe tierisch Angst, nach den 100 Metern Kraul anzuschlagen, Zweite geworden zu sein und mich darüber überhaupt nicht freuen zu können.»

Wie nach Bronze bei der WM 2007 in Melbourne, als die damalige Weltrekordlerin hinter der Australierin Lisbeth Lenton und Marleen Veldhuis aus den Niederlanden anschlug: «Die Bronzemedaille war mir nichts wert. Das hat mir ganz schön wehgetan.» Und in China? Selbst bei einem Olympiasieg ist ihr momentan überhaupt nicht klar, ob sie sich restlos darüber freuen könnte, «weil's nur ein Ergebnis wäre, das die Erwartungen erfüllt».

Sie versucht, den Druck auszublenden. Ihre Mentaltrainerin Friederike Janofske ist ihr dabei wertvolle Stütze. Und eine Einstellung, die ihr Coach Norbert Warnatzsch zu vermitteln versucht - mit drastischen Worten, die Britta Steffen zunächst gar nicht äußern will, es aber dann doch tut - gern sogar, wie deutlich zu spüren ist: «Er sagt, dann musst du einfach denken, leckt mich alle am Arsch, ich mache mein Ding.» Wie Skispringer Sven Hannawald, der auch immer «sein Ding» machte und mit dieser Attitüde allen davonflog.

«Hätte ich meine Mentaltrainerin nicht, bräuchte ich gar nicht zu den Spielen zu fahren, weil mich die von allen Seiten erwartete Goldmedaille fertigmachen würde.» Britta Steffen öffnet ihr Innerstes, will «den Leuten» diktieren, was sie wirklich vorhat: ein optimales Rennen abrufen, ohne den ultimativen Zwang, danach irgendein Metallteil aus Gold, Silber oder Bronze überreicht zu bekommen. «Für mich wäre das besser. Aber danach fragt leider niemand.» Sie will «den Innenraum freihalten», sie will bei sich selbst ankommen, sie will «das Außen ausblenden» - nur dann, dessen ist sie sicher, kann sie sich in Peking freischwimmen.

Zu Gold? «Mann, Leute, ihr wisst gar nicht, was dahinter steckt, wieviel Arbeit da drin steckt.» Arbeit, die zuletzt mehr Last als Lust war, obwohl ihr das Schwimmen prinzipiell die helle Freude ist. Als sie sich nach Athen 2004 eine schöpferische Pause gönnte, fehlte ihr ein Teil des Lebensinhalts: «Ich habe es vermisst, kaputt zu sein, richtig Hunger und Muskelkater zu haben.» Doch das wird ihr immer öfter vermiest, seit sie in Budapest 2006 zum Weltrekord über 100 m Freistil schwamm: Die äußere Erwartungshaltung, die Angst, «dass man dieser nicht entspricht» - das alles nagt an ihr.

Sie sehnt ihren ersten Startsprung in Peking herbei, weil sie dann wissen wird, ob es «flutscht. Wenn nicht, dann wird es hart.» Dann könnte sie sich als «kleines Sportlerchen» so ohnmächtig fühlen wie bei dem Gedanken an Tibet. Da merkt sie, dass es ihr gut geht, da weiß sie, «in welchem Luxus wir in Deutschland leben».

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Vipa Bernhardt will Olympia-Ticket einklagen

Berlin (dpa) - Ein juristischer Streit stört die Olympia-Vorbereitungen der deutschen Schwimmer empfindlich. Die Frankfurterin Vipa Bernhardt will gerichtlich das Ticket für Peking erzwingen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) vertagte die Entscheidung auf den 20. Juli. Bernhardts Verein SG Frankfurt hatte zuvor beim Landgericht Kassel eine Einstweilige Verfügung gegen den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) erwirkt, die sportlich unterlegene Athletin dem DOSB nachträglich zur Nominierung vorzuschlagen.

Das schwebende Verfahren zehrt an den Nerven der Athleten, die im Berliner Trainingslager von dem Vorgang völlig überrascht wurden. Anne Poleska, die sich als Zweite der deutschen Meisterschaften hinter Sarah Poewe über 200 Meter Brust sportlich vor Bernhardt für Olympia qualifiziert hatte und bereits vom DOSB nominiert worden ist, muss um ihre Olympia-Teilnahme bangen. Denn nach Auffassung der SG Frankfurt muss die Krefelderin Poleska aus dem Kader gestrichen werden, weil sie für den US-Verein Coral Springs Swim Club mehrfach an Wettbewerben teilgenommen haben soll. Damit würde sie automatisch ihr Startrecht für einen deutschen Verein verlieren. Poleska bestreitet dies und verweist auf eine Falschmeldung im Internet.

DOSB-Präsident Thomas Bach fand klare Worte: «Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Athlet unter Angabe von Formfehlern versucht, einen Konkurrenten aus dem Wettbewerb zu boxen.» Lars Conrad, der als 25. Schwimmer für Peking nominiert wurde, stellte ebenso deutlich fest: «Für mich ist das unsportliches Verhalten. Am Tag der Qualifikation war sie sportlich unterlegen. Das muss man akzeptieren.»

Cheftrainer Örjan Madsen wollte den Vorgang, der vom DSV unter Verschluss gehalten worden war, nicht kommentieren, stellte aber fest: «Das beste Kriterium ist die Leistung. Und da war Sarah Poewe bei der Qualifikation die Nummer eins, Anne Poleska die Nummer zwei und Vipa Bernhardt die Nummer drei.»

«Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen, und ich konnte das beweisen», sagte Poleska, die wie Bernhardt in den USA studiert und trainiert. Mit Eidesstattlichen Versicherungen haben laut Madsen Poleska und ihr Trainer Michael Lohberg erklärt, dass die Sportlerin nie für einen US-Verein an den Start gegangen ist. Poleska meinte: «Was soll ich dazu sagen. Es ist ein bisschen blöd, sich mit so etwas zu beschäftigen, wenn es eigentlich eine klare Sache ist.» DOSB- Generalsekretär Michael Vesper: «Wir müssen das jetzt prüfen, das ist ein schwebendes juristisches Verfahren.»

Warten muss auch noch der Deutsch-Syrer Rafed El Masri. Die Entscheidung über die Nominierung des Berliners vertagte der DOSB ebenfalls bis zum 20. Juli. Madsen: «Es fehlt noch die schriftliche Freigabe des syrischen NOK. Aber das ist nur eine Formsache.»

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Weltrekorde durch Sullivan und Coventry

Der Australier Eamon Sullivan und Olympiasiegerin Kirsty Coventry aus Simbabwe haben zwei der ältesten Weltrekorde im Schwimmsport gebrochen. Der 22-jährige Sullivan schlug in Sydney über 50 Meter Freistil nach 21,56 Sekunden an und verbesserte seine eigene Bestzeit um fast eine halbe Sekunde.

Er war damit um 8/100 Sekunden schneller als der Russe Alexander Popow am 16. Juni 2000 in Moskau.

Die 24-jährige Kirsty Coventry hatte in Columbia im US- Bundesstaat Missouri über ihre Paradestrecke 200 Meter Rücken in 2:06,39 Minuten eine Bestmarke aufgestellt. Sie war 0,23 Sekunden schneller als Krisztina Egerszegi vor mehr als 16 Jahren. Die Ungarin war am 25. August 1991 in Athen 2:06,62 Minuten geschwommen.

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Filippi schwimmt Europarekord über 1500 m Freistil

Treviso (dpa) - Die italienische Weltklasse-Schwimmerin Alessia Filippi hat bei den Landesmeisterschaften in Treviso in 15:52,84 Minuten einen Europarekord über 1500 Meter Freistil erzielt.

Dies ist nach dem Weltrekord der amerikanischen Weltmeisterin Kate Ziegler (15:42,54) und deren Weltrekord-Vorgängerin Janet Evans (ebenfalls USA/15:52,10) die drittbeste Zeit in der Schwimmsport-Geschichte über diese Strecke. Die bisherige Europa-Bestmarke hielt die Schweizerin Flavia Rigamonti in 15:55,38. Die 1500 Meter Freistil gehören bei den Frauen nicht zum olympischen Programm.

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Langstrecken-DM: Kamrau-Corestein will den Titel

(sid) Warm-Up für Olympia-Goldhoffnung Thomas Lurz, Frustbewältigung für Britta Kamrau-Corestein: Für die beiden erfolgreichsten deutschen Langstreckenschwimmer stehen die nationalen Meisterschaften von heute bis Sonntag im Chiemsee unter verschiedenen Vorzeichen.

Lurz, der bei der Olympia-Premiere der Freiwasserschwimmer in Peking zu den Top-Favoriten zählt, geht in Prien nur am Sonntag über 5km an den Start. Dort will sich der Würzburger für die EM vom 9. bis 14. September in Dubrovnik/Kroatien qualifizieren. Über die olympische 10-km-Strecke verzichtet Lurz heute auf eine Titelverteidigung.

Kamrau-Corestein will nach der verpassten Olympia-Qualifikation Wiedergutmachung. Die Rostockerin hat über 5, 10 und 25km Titel und EM-Tickets im Visier. Die für Olympia qualifizierte Mainzerin Angela Maurer verzichtet unterdessen auf die DM und wird auch ihre zwei EM-Titel in Dubrovnik nicht verteidigen.

Eine Neuerung gibt es bei der DM. Die 5km werden erstmals als Verfolgungsrennen ausgetragen. Dabei starten die 20 schnellsten Teilnehmer im Abstand von 30 Sekunden in umgekehrter Reihenfolge ihrer Meldezeit - der vermeintlich Langsamste also zuerst.

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Kampfrolli
Peking 2008 - Lurz: "Vor Freude geweint"

Letztes Jahr hat sie über die 200 Meter Freistil den deutschen Rekord von Franziska van Almsick geknackt. Im Exklusiv-Interview mit eurosport.yahoo.de spricht Annika Lurz über ihre ersten Olympischen Spiele in Peking, was sie dort ereichen kann und warum ein Boykott für sie nicht in Frage kommt.

Sie haben sich bei der deutschen Ausscheidung in Berlin über die 200 Meter Freistil erstmals für Olympische Spiele qualifiziert. Was bedeutet es Ihnen dabei zu sein?

Annika Lurz: Es ist für jeden Sportler das Größte, sich einen Olympioniken nennen zu können. Auch für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Danach war ich sehr erleichtert und habe viele Freudentränen vergossen.

Welche Ziele haben Sie sich für Peking gesetzt und wie schätzen Sie ihre Chancen ein?

Lurz: Die Leistungsdichte ist im letzten Jahr extrem zusammen gerückt und die Konkurrenz ist groß. Mein Ziel ist es den Endlauf zu erreichen.

Müssen sie in den Bereich Ihres deutschen Rekords (1:55,68 Minuten bei der WM 2007 in Melbourne) kommen und vorne mit zu schwimmen?

Lurz: Ja, ich denke schon, dass ich auf jeden Fall eine ähnliche Zeit schwimmen muss.

Wie beurteilen Sie den Verzicht von Britta Steffen auf die 4x200 Meter Staffel und wie stark ist die Staffel ohne sie?

Lurz: Es ist schwer zu sagen, da noch gar nicht feststeht, wer an den Start geht. Ich sehe es aber als meine Aufgabe die anderen Schwimmerinnen zu pushen. Wir haben auch ohne Britta unsere Möglichkeiten, aber natürlich sind wir geschwächt.

Ende Juli fliegen Sie als letzte Station vor Peking nach Kumamoto in Japan. Wie sieht Ihre Vorbereitung dort aus?

Lurz: Einen konkreten Trainingsplan habe ich noch gar nicht. In den kommenden Wochen werde ich mein Kilometervolumen von rund 60 auf 30 km pro Woche reduzieren. Auch die Intensität der Einheiten nimmt dann ab. In Japan bin ich eigentlich nur, um mich zu akklimatisieren und mich der Zeitzone anzupassen.

Bei den China Open im Januar sind Sie schon im "Water Cube" in Peking geschwommen. Wie sind die Bedingungen dort?

Lurz: Absolut top. Es ist ein moderner Komplex mit einem wirklich sehr schönen Becken. Überall sind Flatscreens. Außerdem gibt es Über- und Unterwasserkameras. Wir haben dort alles was wir brauchen.

Wie stellen Sie sich den Alltag während der Spiele im Olympischen Dorf vor?

Lurz: Da ich zum ersten Mal dabei bin, weiß ich gar nicht genau, was mich erwartet. Ich stelle es mir aber ähnlich vor wie bei der Universiade. Die habe ich als Studentin ja schon einmal miterlebt.

Werden Sie sich andere Wettbewerbe ansehen?

Lurz: Ja, unsere Wettkämpfe sind schon in der ersten Woche. Danach will ich mir auf jeden Fall die Freiluftschwimmer mit meinem Schwager Thomas Lurz ansehen. Außerdem würde ich gerne bei der Leichtathletik, beim Tennis und den Beachvolleyballern zusehen.

Welche/r DSV-Starter/in hat Ihrer Meinung nach die größten Aussichten auf eine Medaille?

Lurz: Im Becken auf jeden Fall Britta Steffen. Thomas Lurz ist im Freiwasser für mich ein ganz großer Kandidat.

Seit der Zusammenarbeit mit Ihrem Trainer und Ehemann Stefan Lurz erzielen Sie Ihre bisher besten Resultate. Wie erklären Sie sich das?

Lurz: Er kennt mich natürlich sehr gut und weiß wie er in bestimmten Situationen am besten mit mir umgeht. Außerdem ist er ja auch Cheftrainer bei unserem Verein in Würzburg und hat veranlasst, dass ich mein Krafttraining ausbaue.

Erwarten Sie Doping-Fälle bei den Schwimmern?

Lurz: Ich kann mir das schon vorstellen. Man kann aber für keinen, außer sich selbst, die Hand ins Feuer legen.

Wie oft sind Sie in diesem Jahr schon kontrolliert worden?

Lurz: Das kann ich gar nicht mehr zählen. Wir müssen ständig Urin- und Blutproben abgeben. Während der Ausscheidung in Berlin wurde ich insgesamt drei Mal getestet.

Werden Sie an der Eröffnungsfeier in Peking teilnehmen oder kommt ein Boykott für Sie in Frage?

Lurz: Nein, ein Boykott steht für mich nicht zur Debatte. Meine Wettkämpfe beginnen erst am dritten Tag, daher würde ich auf jeden Fall gerne dabei sein. Ich kann mich allerdings noch in die 4x200 Meter Staffel schwimmen. Diese findet gleich am ersten Tag statt. Dann wäre die Eröffnungsfeier natürlich tabu.

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